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Do you poken? – Lustig aber sinnfrei

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April 4th, 2009 Posted 19:37

Poken sind aktuell eins DER Themen im sozialen Web – allerdings handelt es sich mehr um eine nette Spielerei als um ein wirklich wichtiges Thema. Bei einem Poken handelt es sich um kleine Plastik-Figuren, die man um den Hals oder aber vielleicht nicht ganz so auffällig am Schlüsselbund mit sich rumtragen kann.

Alle am poken

Alle am poken (BarCamp Essen)

Ziel: Treffen sich zwei Pokenbesitzer können sie nun (per Funk) persönliche Daten austauschen. Die Figur sieht lustig aus – ist aber dabei eigentlich nicht wirklich relevant. Ich habe ein “Voodoo-Poken” – daneben gibt es noch einige andere farbenfrohe Figuren.

Poken

Mein Poken

Worauf es beim Poken ankommt ist dessen weiße “Hand”. Darin verbergen sich ein USB-Speicher und ein RFID-Chip. Werden die 2 Pokens nun nah aneinander gehalten werden über den RFID-Chip die IDs der beiden Nutzer ausgetauscht.

Steckt man nun den Poken in den USB-Slot, so werden die gesammelten Daten in Form einer sogn. Poken Card auf das eigene Konto beim Anbieter übertragen. Einer Poken Card lassen sich dann über die Website Name, Foto, Adressdaten sowie Links zu den Social-Networks hinterlegen.

Der Nutzer hat auch die Möglichkeit mehrere Profile anzugeben und so zu bestimmen welche davon die Kontakte abrufen können.

Fazit:

Zu Poken ist etwas albern aber recht spassig. Es ist eine lustige Spielerei für die Web2.0 Community. Ob der gestandene Manager auch mit einem Poken auf einer Konferenz erscheint ist wohl eher fraglich. Ich denke daher nicht, dass sich Poken auch über die Web-Gemeinschaft hinaus durchsetzen werden.

Etwas sinnfrei ist das Poken aber auch dort – da ich von den meisten Leuten mit einem Poken auf Barcamps etc. wohl auch eh schon die Kontaktdaten habe.

poken_2

Etwas uncool ist weiterhin, dass ich nun eine weitere Stelle (die Poken-Seite) habe, auf der dann halt wieder Daten gesammelt werden. Das Unternehmen selbst bietet kein soziales Netz an, sondern versteht sein Produkt lediglich als ein Mittel, um die Nutzer zu vernetzen.

Cool wäre es, wenn ich jemanden über den Poken hinzufüge, dass ich dann mit demjenigen automatisch bei den entsprechenden Netzwerken (Xing, Facebook, etc.) connected wäre.

Google und das Cloud Computing

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Januar 26th, 2009 Posted 14:14

Zunächst einmal bezeichnet der Begrif “Cloud Computing” ein Konzept – und kein konkretes Produkt. Passend zum Namen ist das ganze ziemlich nebelig … eine genaue Definition steht zumindest noch aus. Ist das ganze nun denn eigentlich neu und wirklich etwas besonderes?
Ich bin mir da nicht so ganz sicher.

Man kann “Cloud Computing” zunächst einmal so verstehen, dass IT zu einer flexiblen Leistung wird. Und zwar geht es hierbei um eine weltweit vernetzte Infrastruktur aus Rechen-Power und Speicherkapazität, die der User flexibel je nach Bedarf anmieten kann. So richtig spannend und neu ist das aber ja eigentlich nicht.

Man kann “Cloud Computing” aber auch so verstehen, dass in der Wolke nicht nur die Infrastruktur, sondern auch Applikationen und Services zur Verfügung gestellt werden. Dies beschreibt auch den Trend, dass – anstatt komplette Softwarepakete zu kaufen und diese auf dem Rechner lokal zu installieren – diese bedarfsgerecht angemietet werden können.

Eigentlich ist ja aber auch das nicht so wirklich neu – Google hat im Sinne des Web2.0 ja bereits mit den Google Apps wie „Google Kalender“ oder „Google Text“  bereits Online nutzbare bzw. mietbare Apps vorgestellt.

Dazu passt auch eine Studie von IDC, dass nur 16 Prozent der Software, die Unternehmen kaufen, auch tatsächlich genutzt werden.
Außerdem ist es ja generell irgendwie komisch, dass zig Mio. von Instanzen einer einzigen Applikation auf eben so vielen Millionen lokalen Rechnern installiert werden müssen.

Die Schnittstelle, mit der der Nutzer auf die „Cloud“ zugreift, ist aktuell der Webbrowser.
Passend dazu hat Google ja auch den Browser Chrome vorgestellt, der genau auf dieses Szenario zugeschnitten ist und das als Plattform (oder auch als ein Betriebssystem!) für Web-Anwendungen ausgelegt ist.
Bisher sehe ich im “Cloud Computing” also erstmal nur einen Ansatz, der sich noch sehr viel weiter vorantreiben lässt.
So könnte ich mir in Zukunft vorstellen, dass die Cloud im Sinne von Google (ist Google selber die Cloud?) immer mehr zu einer Datenkrake wird. Diese ist dann von jedem Nutzer individuell konfigurierbar, sie sammelt unermüdlich Weltwissen – dieses ist dann über beliebige Schnittstellen verfügbar.

Multi-Touch: Die Zukunft des Interface?

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Januar 22nd, 2009 Posted 14:45

Multi-Touch ist meiner Meinung nach eines DER Trend-Themen für die nächsten Jahre – und meint ein Konzept, bei dem Nutzereingaben ohne herkömmliche Eingabegeräte wie Maus oder Tastatur getätigt werden.

Diese Eingaben werden direkt auf einem Bildschirm vorgenommen, der die Nutzereingaben über Fingerbewegungen aufnimmt und daraufhin eine Interaktion mit den Elementen auf dem Screen erlaubt.
Es lassen sich also Objekte auf dem Bildschirm direkt – und damit typischerweise sehr intuitiv manipulieren – da kein weiteres Hilfmittel mehr notwendig ist.

Bekannt geworden ist Multi-Touch durch die Firma “Perceptive Pixel“, die 2006 einen sehr beeindruckenden Multi-Touch-Prototypen vorgestellt hat (Link).

Für den Endanwender sind derzeit das iPhone und andere aktuellen Handys allgegenwärtige Devices mit Multi-Touch-Technologie.

Microsoft setzt auch bereits seit etwas längerer Zeit auf diese Technologie und wird mit Windows 7 ein Betriebssystem haben, welches prinzipiell voll Multi-Touch-fähig ist.

Die Technologie von Microsoft nennt sich Surface und richtet sich im Gegensatz zu Apple (noch) eher an größere Firmen (vielfach Hotels und Casinos), denn als an Privatanweder.

Typischerweise laufen Surface-Anwendungen auf einem großen, schweren und teuren “Tisch”:

microsoft_surface_demo

Von Surface gibt es mittlerweile viele Demo-Anwendungen, die vielfach auf dem offiziellen Surface-Blog von Microsoft vorgestellt werden. Sehr viele Anwendungen sind bislang lediglich Tech-Demos, die einige Umsetzungs-Möglichkeiten von Surface aufzeigen.

Spannend ist allerdings auch, dass mittels sogn. “Object Recognition” Surface auch (einige) auf ihr abgelegten Gegenstände erkennen kann. Das System ist ebenfalls mit WiFi und Bluetooth ausgestattet, um Daten z.B. mit Mobiltelefonen oder Digitalkameras auszutauschen.

Ein wirklich überzeugendes Nutzungsszenario von Surface ist im Einsatz bei einer Bank. Normalerweise tippt der Bank-Berater auf seinem Rechner irgend etwas herum – der Monitor mit den Daten ist lediglich ihm zugewand. Als Kunde hat man ziemlich schnell ein ungutes Gefühl was der Berater gerade macht und über einen weiß.

Barclays hat daher nun ein Surface-System im Einsatz um komplexe Finanz-Sachverhalte den Kunden transparent auf einem großformatigem Screen live vorzustellen. Link.

Ich glaube Surface macht dann Sinn, wenn …

  • komplexe Sachverhalte für mehrere Personen live vorgestellt werden sollen
  • Produkte virtuell erlebbar / verstehbar gemacht werden sollen
  • Mehrere Personen gleichzeitig auf dem Screen interagieren wollen
  • was hab ich vergessen??

Ich glaube jedoch nicht, dass die Multi-Touch-Technologie den normalen Rechner im Büro oder zuhause ersetzen wird. Immer dann wenn viel geschrieben werden muss ist Multi-Touch wohl eher unpraktisch. Auch ist es sicher ziemlich anstrengend die ganze Zeit mit den Fingern auf dem Screen rumzuwischen. Die Maus hat da einen unschlagbaren Vorteil – die Wegstrecken auf dem Screen werden mit ihr extrem abgekürzt.