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Filmkritik: Star Trek
Mai 12th, 2009 Posted 10:20
Der neue Star Trek Kinofilm hat´s gleichzeitig einfach und auch schwer.
Einfach weil:
Star Trek ist über viele Jahre gereift und bietet eine gute Storyline und Charaktere, die man weiterentwickeln und auf die man aufsetzen kann.
Schwer weil:
Die besten Zeiten von Star Trek waren in den 80ern und sind nun wohl vorbei.
So gibt es eine ganze Reihe von wirklich guten oder zumindest sehr bekannten Star Trek Filmen, die natürlich vor allem bei den alternden Trekkies hohe Erwartungen schüren.
Die Herausforderung einen neuen Star Trek Film zu machen, diesen in die aktuelle Zeit zu transportieren, den alten Fans gerecht zu werden und auch gleichzeitig die Teenies anzusprechen ist somit wirklich nicht einfach.
Ich finde aber, dass dieser Reboot halbwegs geglückt ist. Der Film wird ganz sicher erfolgreich sein (ist weiß, das ist KEIN Qualitätsmerkmal), was allerdings auch daran liegt, weil er viel massentaugliche Action und viel teenietauglichen Humor bietet.
Der Film ist was für´s Kino:
Ich fand den Film visuell ziemlich gut – auf einem kleinen Fernseher zuhause bringt der Film so gar nichts und man sollte diesen unbedingt im Kino sehen.
Der Look des Films war leider irgendwie nicht homogen und einiges sah recht billig aus – bspw. die Brücke der Enterprise (hochglanz Apple-Store-Look) war recht peinlich.
Auch das Design vom Bösewicht-Schiff war ziemlich dämlich. Sonst sah es doch immer so aus als ob die Schiffe auch tatsächlich funktionell wären. Beim Bösewicht-Schiff war das einfach nur dämlicher CGI-Schwachsinn.
Dafür hatte der Film viele nette CGI-Effekte, bei denen die Umgebung alt und abgenutzt aussah – im Gegensatz zu diesem grauenhaften “Hochglanz-Plastik-Barbie-Look” wie bspw. bei den letzten Star Wars Filmen.
Allerdings: Ich hatte das Gefühl, dass das Aussehen generell wichtiger war als die Story.
Story grauenhaft:
Ok Star Trek ist ein SciFi-Film. Diese müssen nicht immer plausibel sein. Das stört keinen. Auch nicht Trekkies.
Aaaaber: Kritik ist dennoch unbedingt an der Story zu sehen, denn Romulaner und Zeitreisen gabs doch schon 100000mal.
Und die größte Schwachstelle: Eric Bana als Bösewicht wurde extrem schwach dargestellt und super langweilig.
Viel Action und Anlehnung an Star Wars:
Gut ist die Idee endlich mal vernünftige Action ins Star Trek Universum zu bringen. So richtig geglückt ist das allerdings (auch aufgrund der schwachen Bösewichte) leider nicht.
Vieles am Film hat an Star Wars erinnert. So gab es eine völlig unsinnige Szene auf einem Eisplaneten (erinnerte stark an den Eisplaneten Hoth bei Star Wars). Dort wurde Kirk von einem CGI-Monster gejagt und trifft gaanz zufällig den aus-der-Zukunft-Spock in einer Höhle.
Dann gab es noch weitere Kampfszene auf dem “Bohrer” – hier fehlten eigentlich nur noch die Lichtschwerter.
Fazit:
Ich finde der Star Trek Reboot überzeugt mit sehr gelungener Neubesetzung, viel Action – schwächelt aber an der Story.
Meine Bewertung: (gute) 7 / 10 Punkte
Filmkritik zu “Der Knochenmann”
März 23rd, 2009 Posted 11:42
Nach den Filmen “Komm, süßer Tod” und “Silentium!” (habe beide leider nicht gesehen) ist nun aktuell mit “Der Knochenmann” die dritte Verfilmung eines Krimis von Wolf Haas im Kino.
Wie bei den beiden Vorgängerfilmen ist der ehemalige Polizist Brenner (kongenial besetzt mit dem Östereicher Josef Hader) der Protagonist der Films.
Wirklich großartig ist wie Brenner dabei mitten ins Geschehen stolpert und dabei gleichzeitig irgendwie teilnahmslos wirkt.
Der Film läuft unter dem Genre “Krimikomödie”, hat aber zum Glück überhaupt nichts mit albernen Krimis wie bspw. “die nackte Kanone” oder so einem Unsinn zu tun. Ganz im Gegenteil – “der Knochenmann” zeichnet sich durch makabren und herrlich schwarzem Humor aus. Bemerkenswert ist, dass der Film den Spagat von wirklich lustigen und auch gleichzeitig sehr fiesen und traurigen Szenen hinbekommt. Alle Charaktere sind dabei liebevoll und zugleich sehr menschlich dargestellt.
Der Film spielt zum Großteil in der heruntergekommenen Hendl-Gaststätte “Löschenkohl” in der Brenner nach einem gewissen Horvath sucht. Doch niemand will oder kann Ihm Auskunft über den Verbleib des Herrn geben. Statt dessen verliebt er sich in die Küchenchefin und macht Bekanntschaft mit dem Juniorchef, der wissen will wo das viele Geld vom Senior abgeblieben ist. Das ganze wird skurliller und am Ende hängen eine Menge Leichen im Keller.
Fazit:
Der Film ist wirklich großartig! “Krimi”-Fans die gerne das Großstadtrevier gucken sollten sich vielleicht lieber “Männersache” mit Mario Barth ansehen.
Alle anderen sollten unbedingt in “Der Knochenmann” gehen, der kurzweilig und durchgängig sehr unterhaltsam ist und von den ganz hervorragenden Schauspielern lebt.
Heute gehe ich zum Mittag unbedingt Gulasch essen … ![]()
Meine Bewertung: 9 / 10 Punkte
Tags: Brenner, Der Knochenmann, Kino
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