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Bücher und Zeitungen auf dem iPad – ein neues Geschäftsmodell für die Print-Verlage?
März 3rd, 2010 Posted 18:04
Steve Jobs hat vor einigen Wochen das iPad vorgestellt. Viele kritisieren seitdem, dass es sich bei dem Gerät lediglich um ein vergrößertes iPhone handelt – nicht aber um die erwartete Innovation.
Ich muss zugeben, dass auch ich nach der Vorstellung ziemlich enttäuscht war. Sowohl die Hardware als auch das vorgestellte Interface unterscheiden sich nicht deutlich vom iPhone. Der große Aha-Effekt blieb zumindest aus. Ob ein echter Bedarf für diese neue Gerätekategorie besteht ist IMHO fraglich.
Ich glaube dennoch, dass das iPad ein Erfolg werden kann. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründe. Die “Coolness” und der “haben-will” Faktor von Apple tragen sicherlich ihr übriges dazu bei.
Ein weiterer Erfolgsfaktor können aber auch die eBooks sein. So ist der im Vergleich zum iPhone vergrößerte Screen ein wichtiger Aspekt, um andere Sachen als mit dem iPhone anstellen zu können. Beispielsweise Bücher oder Zeitschriften lesen.
Der Markt entdeckt diesen Einsatzzweck gerade für sich und versucht bereits Begehrlichkeiten bei potentiellen Anwendern zu schaffen. Interessant ist die Frage ob eBooks auf dem iPad wirklich funktionieren. Beim Kindle ist der Erfolg und die Euphorie ja nicht so wahnsinnig hoch. Warum sollte es beim iPad also besser klappen?
Das eBook-Format vom Kindle kann übrigens vom iPad nicht gelesen / verwendet werden.
Zeitungsverleger und auch Buch-Verlage machen sich vor allem aufgrund der Multimedia-Features Hoffnung, das iPad (bzw. die Apps) als neues Geschäftsmodell zu etablieren.
Klar ist, dass Bücher nicht als 1:1 auf das iPad zu übertragen sind, um neue Begehrlichkeiten zu schaffen. So werden wohl viele der Bücher nicht als eBooks daherkommen sonder vielmehr Apps sein.
Ich hab mir grad mal überlegt was die Nutzungsmotivation von Usern ist, eBooks auf dem iPad zu konsumieren. Mir ist dabei auf die schnelle folgendes eingefallen:
Magazine und Zeitungen
- Der Content ist aktuell (sicher ein Killer-Feature). Wie oft habe ich schon den Spiegel gekauft und ich kannte bereits 2/3 der Inhalte …
- Personalisierung (nur das lesen, was einen auch interessiert)
- Einbettung von Bewegtbild
- Lokal relevanter Content (durch GPS). Dies ist bei Reisemagazinen, Veranstaltungstipps etc. sinnvoll
Bücher
- Chat mit anderen Nutzern oder dem Autor
- Interaktive Lernbücher (Nutzer kann “mitmachen” und erhält ein direktes Feedback bei den Antworten)
Was fällt euch noch so ein?
Sowohl bei Zeitungen als auch bei Büchern kann man Lesezeichen verwenden oder die Schriftart ändern. Bei Zeitungen kann man dann bestimmt auch zwischen einem 2- und 3-zeiligem Layout o.ä. wählen.
Ich denke, dass sich viele Verleger auf das iPad stürzen werden. Hier haben sie eine geschlossene und multimediale Abspielplattform, mit der sie Geld für ihre Inhalte einnehmen können. So sind beispielsweise auch Zahlungen pro Ausgabe, Abo oder Rubrik denkbar. Etwas, was im Web ja nur sehr bedingt funktioniert.
Spannend ist dann aber auch zu sehen wie viel diese neuen Angebote dem Kunden wert sind.
Ausprobiert: RSS-Reader “Times” im Zeitungs-Look
April 15th, 2009 Posted 10:36
Ich habe mir mal den RSS-Reader “Times” installiert und wollte gerne hier kurz meine Eindrücke schildern.
Im Unterschied zu vielen anderen Applikationen zum Konsumieren von RSS-Feeds stellt Times die Feeds als virtuelle Zeitung dar.
Die Anwendung erlaubt es dabei die horizontalen und vertikalen Spalten frei mit RSS-Feeds zu befüllen. Die Inhalte werden dabei als Überschrift und Artikelanreißer dargestellt. Mit einem Klick auf einen Eintrag wird mit einem Blättereffekt der komplette Artikel dargestellt.

“Times” unterteilt weiterhin alle Feeds in die von Zeitungen bekannten Ressorts wie “Wirtschaft”, “Technik” oder “Sport”.
Eine weitere interessante Möglichkeit ist das sogn. Shelf , welches wie wie eine Art Merkzettel funktioniert. Artikel können mit der Maus auf das Shelf gezogen werden, um sie für später zu speichern.
Positiv:
- Sieht gut aus
- Fühlt sich gut an
- Recht intuitiv zu bedienen
Negativ:
- Der Platz ist beschränkt, nur eine kleine Anzahl von Artikeln lässt sich gleichzeitig anzeigen (bei mehr als 20 Feeds funktioniert das Konzept nicht mehr)
- Das Layout ist starr, der Nutzer muss das vorgegebene Zeitungslayout mit der vorgebenen Spaltengröße verwenden
- Das Programm kostet Geld (30 US $)
Die Software richtet sich nicht an den digital native, der Inhalte fast auschließlich über Feeds konsumiert, sondern wie häufig beim Mac eher an Nutzer, die ein vielmehr ein schönes aber eben kein Power-User-Tool benötigen.
Die Anwendung kann man beim Entwickler Acrylic herunterladen und kostet 30 US $.
Web Trend Map 2009
April 6th, 2009 Posted 15:24
Web Trend Map 4 Final Beta, ursprünglich hochgeladen von formforce
Schöne Abbildung der aktuellen Webtrends – sicher auch schön als Poster an der Wand
Tags: Amazon, Apple, internet, Neu, Tag hinzufügen, WWW
Posted in Foresight, Socical Web, Trend, Web2.0
Lustiges mit iPhoto 09
Februar 8th, 2009 Posted 15:46
Nach der Installation von iPhoto 09 sollte man sich viel Zeit nehmen. Das neue Feature zur Gesichtserkennung funktioniert (nach einem Training der Software) gar nicht mal so schlecht. Dennoch suche ich auf einigen Bildern das Gesicht vergeblich:
Passend dazu gibt es seit einiger Zeit auch eine flickr-Gruppe: http://flickr.com/groups/unknownface/
Leider hab ich keine Katzen, die werden anscheinend erkannt (Link) – vielleicht klappt das aber mit meinen Fischen?
Multi-Touch: Die Zukunft des Interface?
Januar 22nd, 2009 Posted 14:45
Multi-Touch ist meiner Meinung nach eines DER Trend-Themen für die nächsten Jahre – und meint ein Konzept, bei dem Nutzereingaben ohne herkömmliche Eingabegeräte wie Maus oder Tastatur getätigt werden.
Diese Eingaben werden direkt auf einem Bildschirm vorgenommen, der die Nutzereingaben über Fingerbewegungen aufnimmt und daraufhin eine Interaktion mit den Elementen auf dem Screen erlaubt.
Es lassen sich also Objekte auf dem Bildschirm direkt – und damit typischerweise sehr intuitiv manipulieren – da kein weiteres Hilfmittel mehr notwendig ist.
Bekannt geworden ist Multi-Touch durch die Firma “Perceptive Pixel“, die 2006 einen sehr beeindruckenden Multi-Touch-Prototypen vorgestellt hat (Link).
Für den Endanwender sind derzeit das iPhone und andere aktuellen Handys allgegenwärtige Devices mit Multi-Touch-Technologie.
Microsoft setzt auch bereits seit etwas längerer Zeit auf diese Technologie und wird mit Windows 7 ein Betriebssystem haben, welches prinzipiell voll Multi-Touch-fähig ist.
Die Technologie von Microsoft nennt sich Surface und richtet sich im Gegensatz zu Apple (noch) eher an größere Firmen (vielfach Hotels und Casinos), denn als an Privatanweder.
Typischerweise laufen Surface-Anwendungen auf einem großen, schweren und teuren “Tisch”:
Von Surface gibt es mittlerweile viele Demo-Anwendungen, die vielfach auf dem offiziellen Surface-Blog von Microsoft vorgestellt werden. Sehr viele Anwendungen sind bislang lediglich Tech-Demos, die einige Umsetzungs-Möglichkeiten von Surface aufzeigen.
Spannend ist allerdings auch, dass mittels sogn. “Object Recognition” Surface auch (einige) auf ihr abgelegten Gegenstände erkennen kann. Das System ist ebenfalls mit WiFi und Bluetooth ausgestattet, um Daten z.B. mit Mobiltelefonen oder Digitalkameras auszutauschen.
Ein wirklich überzeugendes Nutzungsszenario von Surface ist im Einsatz bei einer Bank. Normalerweise tippt der Bank-Berater auf seinem Rechner irgend etwas herum – der Monitor mit den Daten ist lediglich ihm zugewand. Als Kunde hat man ziemlich schnell ein ungutes Gefühl was der Berater gerade macht und über einen weiß.
Barclays hat daher nun ein Surface-System im Einsatz um komplexe Finanz-Sachverhalte den Kunden transparent auf einem großformatigem Screen live vorzustellen. Link.
Ich glaube Surface macht dann Sinn, wenn …
- komplexe Sachverhalte für mehrere Personen live vorgestellt werden sollen
- Produkte virtuell erlebbar / verstehbar gemacht werden sollen
- Mehrere Personen gleichzeitig auf dem Screen interagieren wollen
- was hab ich vergessen??
Ich glaube jedoch nicht, dass die Multi-Touch-Technologie den normalen Rechner im Büro oder zuhause ersetzen wird. Immer dann wenn viel geschrieben werden muss ist Multi-Touch wohl eher unpraktisch. Auch ist es sicher ziemlich anstrengend die ganze Zeit mit den Fingern auf dem Screen rumzuwischen. Die Maus hat da einen unschlagbaren Vorteil – die Wegstrecken auf dem Screen werden mit ihr extrem abgekürzt.











