Zwei Jahre Twittern – ein Zwischenfazit
Ziemlich genau zwei Jahre ist´s nun her seit dem ich Twitter nutze. In dieser Zeit habe ich 3018 Tweets geschrieben, das sind im Durchschnitt 5,4 pro Tag. Sagt zumindest Tweetstat.com.
In meinem ersten Blogposting zum Thema Twitter war ich noch recht skeptisch:
“… .Ansonsten ist twitter wohl keine Killer-Applikation – aber dennoch sehr nett und überzeugt vor allem durch die einfachheit und dass man sich auf nur wenige (140) Zeichen beschränken muss.”
Das mit der Killer-App habe ich dann jedoch ziemlich schnell revidieren müssen
Warum nach zwei Jahren immer noch Twittern?
Der Reiz von Twitter liegt für mich zum einen nach wie vor im Joy-of-use. Device-unabhängig kurze Textnachrichten lesen und selber welche abschicken, that´s cool
Zum anderen hat Twitter einen festen Platz in meiner persönlichen Kommunikation eingenommen. Das verständnislose Frage aller, die Twitter noch nie benutzt haben ist ja meist: “Wen interessiert DAS denn jetzt?”.
Ich bin mir sicher, dass (abgesehen von wirklich langweiligen Tweets) aber genau das alltägliche so spannend ist. Die Leute wollen keinen intellektuellen Krams verschicken, sondern das was sie gerade machen, was sie interessiert oder bewegt.
Twittern ist für mich …
… ein schöner Zeitvertreib. Mit dem iPhone rumsitzen und mal eben Twitter aufrufen. Irgendwie hat das auch schon was zwanghaftes.
… ein super Kommunikations- und Verabredungs-Tool. Ich weiß so was Freunde und Bekannte von mir grade machen.
… auch mit dem man was verkaufen kann
… ein Trend-Scouting Tool
Was nervt …
… Twitter ist Mainstream und überall DAS Thema. Twitter ist aber sicher nicht die Lösung für alle Probleme. Wie auch paulinepauline schon fragte – wo ist der Geektalk hin? Ich will mehr Geektalk.
… “Freunde sammeln” ist ja anscheinend ein zentrales Element im Social Media, aber ich möchte einfach twittern – ohne mir Gedanken wie viele mir denn nun folgen und wie ich denn bloß mehr Verfolger (Twittercharts und so) herbekomme. Das nervt.
Zwischenfazit
Trotz aller sinnigen, lustigen und coolen Anwendungsbeispiele ist Twitter ein Hype (vgl. gartner hype cycle) und ich würd´ mal sagen, dass wir uns im “Gipfel der überzogenen Erwartungen” befinden.
Wikipedia beschreibt die Phase wie folgt:
“… überstürzen sich die Berichte und erzeugen oft übertriebenen Enthusiasmus und unrealistische Erwartungen. Es mag durchaus erfolgreiche Anwendungen der neuen Technologie geben, aber die meisten kämpfen mit Kinderkrankheiten …”
Ich denke auch nicht, dass Twitter der Kanal ist, der auch für alle Firmen relevant ist. Für einige vielleicht. Und für bestimmte Kampagnen möglichweise auch.
Spannend wird ob sich Twitter auch langfristig weiterhin bestehen kann, oder ob offene Standards wie “OpenMicroBlogging” sich durchsetzen können.
Tags: twitter
This entry was posted on Montag, März 30th, 2009 at 15:43 and is filed under Foresight, Freizeit, Socical Web, Trend, Web2.0. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.









06:13 on Januar 31st, 2010
Alot of bloggers are not really pleased with the new iPad.There was just too much hoopla over it and alot people got turned off.You see, I can actually see some of the cool potential uses of the gadget. Third-party applications for making music, games, newspapers and magazines and FFS books, tons of good stuff, but they failed to sell it right (aside from the books). It smells kind of undercooked