Archive for the ‘Foresight’ Category
Gowalla: Location-Based Gaming
November 8th, 2009 Posted 15:51
Immer mehr Handys verfügen über GPS und können so den eigenen Aufenthaltsort bestimmen. Diese Daten können dann von Apps genutzt werden um ortsbasierte Services zur Verfügung zu stellen.
Diese Dienste nennen sich ganz allgemein “Location-Based Services”. Bekannte Vertreter sind bspw. Google Latitude oder Brightkite.
Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die recht neue Plattform Gowalla, die sich als “Location-Based Gaming Plattform” versteht. Auch hier geht es also um einen ortsbasierten Dienst, bei dem allerdings ein eher spielerischer Aspekt integriert wurde.
Zu Gowalla gehört sowohl eine iPhone-App und auch als die Website www.gowalla.com.
Worum geht´s bei Gowalla?
Die Gowalla FAQ meint dazu:
“Gowalla is a location-based travel game that rewards you for visiting both extraordinary and everyday places with your iPhone.”
Ist man mit dem iPhone also an einem “neuen” Ort (also bspw. einem Restaurant), welcher bisher noch nicht über Gowalla erfasst wurde, so kann man diesen nun neu eintragen (”claimen”).

Danach hat man die Möglichkeit dort “einzuchecken” sowie Dinge aus seiner virtuellen Tasche dort abzulegen.
Man kann ebenfalls einsehen, wer bereits an diesem (Real World) Ort war, wann und wie oft. Waren andere Nutzer dort und haben einen Gegenstand abgelegt, so kann man diesen nun mitnehmen.
Anreizsystem Passport
Als Anreiz und Motivationssystem wurden im virtuellen “Passport” Pins, Stempel als auch Items eingeführt.
Stempel erhält man, wenn man in Real-World Locations eincheckt und dienen als visuelles Pendant des Ortes. Pins verdient man, wenn man eine Route von Standorten (”Trip”) abklappert (dies funktioniert derzeit nur in den USA).
Wirklich cool ist die Idee mit den Items, also den Gegenständen in der “virtuellen Tasche”. Um neue Items zu bekommen entsteht bei mir die Motivation, möglichst viele Standorte zu besuchen. Zwangsläufig entdeckt man dabei neue Locations, wie etwa Bars, Restaurants oder Ausflugsziele.

Zumindest theoretisch kann ein Item durch alle meine Orte wandern – oder sogar um die ganze Welt.
Dinge, die man nicht mehr hergeben möchte kann man den Safe (“Vault”) legen. Das klappt bei mir zwar nicht, soll aber laut FAQ funktionieren. Geplant ist dann auch der Tausch von Ions mit Freunden.
Netzwerkeffekt:
Ein Problem ist sicherlich, dass Gowalla nur dann wirklich funktioniert, wenn ausreichend Personen mitmachen. Das mag in Berlin, Köln oder Hamburg bereits teilweise funktionieren. Auf dem Land oder in kleineren Städten aber sicher noch nicht.
Außerdem finde ich es etwas fragwürdig, dass man über den Dienst jederzeit sehen kann wo ich derzeit gerade bin. Dies ist zwar dadurch eingeschränkt, dass nur meine Freunde meinen Aufenthaltsort einsehen können. Ich denke man sollte daher aber schon aufpassen wen man als Freund zulässt
Partizipation der Unternehmen:
Spannend wird´s wenn Unternehmen in Gowalla aktiv werden (ist derzeit soweit ich weiß noch nicht der Fall). So könnten diese bspw. eigene und gebrandet Items publizieren und in Umlauf bringen.
Und noch viel spannender: Die Unternehmen können ja prinzipiell sehen WER WO WANN das lokale Geschäft betritt.
Kunden, die öfter da sind können mit Freigetränken oder freiem Eintritt o.ä. inventiviert und so weiter an das Unternehmen gebunden werden.
Fazit:
Die Idee von Gowalla ist super!
Gowalla bietet zum alleinigen “wer ist gerade wo” Informationen darüber, welche Standorte häufig bzw. von den eigenen Freunden besucht wurden.
Allerdings, so finde ich, ist die Umsetzung noch ausbaufähig. Man darf aber davon ausgehen, dass die Jungs von Gowalla hier weitere gute Ideen integrieren werden.
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Web Trend Map 2009
April 6th, 2009 Posted 15:24
Web Trend Map 4 Final Beta, ursprünglich hochgeladen von formforce
Schöne Abbildung der aktuellen Webtrends – sicher auch schön als Poster an der Wand
Tags: Amazon, Apple, internet, Neu, Tag hinzufügen, WWW
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Zwei Jahre Twittern – ein Zwischenfazit
März 30th, 2009 Posted 15:43
Ziemlich genau zwei Jahre ist´s nun her seit dem ich Twitter nutze. In dieser Zeit habe ich 3018 Tweets geschrieben, das sind im Durchschnitt 5,4 pro Tag. Sagt zumindest Tweetstat.com.
In meinem ersten Blogposting zum Thema Twitter war ich noch recht skeptisch:
“… .Ansonsten ist twitter wohl keine Killer-Applikation – aber dennoch sehr nett und überzeugt vor allem durch die einfachheit und dass man sich auf nur wenige (140) Zeichen beschränken muss.”
Das mit der Killer-App habe ich dann jedoch ziemlich schnell revidieren müssen
Warum nach zwei Jahren immer noch Twittern?
Der Reiz von Twitter liegt für mich zum einen nach wie vor im Joy-of-use. Device-unabhängig kurze Textnachrichten lesen und selber welche abschicken, that´s cool
Zum anderen hat Twitter einen festen Platz in meiner persönlichen Kommunikation eingenommen. Das verständnislose Frage aller, die Twitter noch nie benutzt haben ist ja meist: “Wen interessiert DAS denn jetzt?”.
Ich bin mir sicher, dass (abgesehen von wirklich langweiligen Tweets) aber genau das alltägliche so spannend ist. Die Leute wollen keinen intellektuellen Krams verschicken, sondern das was sie gerade machen, was sie interessiert oder bewegt.
Twittern ist für mich …
… ein schöner Zeitvertreib. Mit dem iPhone rumsitzen und mal eben Twitter aufrufen. Irgendwie hat das auch schon was zwanghaftes.
… ein super Kommunikations- und Verabredungs-Tool. Ich weiß so was Freunde und Bekannte von mir grade machen.
… auch mit dem man was verkaufen kann
… ein Trend-Scouting Tool
Was nervt …
… Twitter ist Mainstream und überall DAS Thema. Twitter ist aber sicher nicht die Lösung für alle Probleme. Wie auch paulinepauline schon fragte – wo ist der Geektalk hin? Ich will mehr Geektalk.
… “Freunde sammeln” ist ja anscheinend ein zentrales Element im Social Media, aber ich möchte einfach twittern – ohne mir Gedanken wie viele mir denn nun folgen und wie ich denn bloß mehr Verfolger (Twittercharts und so) herbekomme. Das nervt.
Zwischenfazit
Trotz aller sinnigen, lustigen und coolen Anwendungsbeispiele ist Twitter ein Hype (vgl. gartner hype cycle) und ich würd´ mal sagen, dass wir uns im “Gipfel der überzogenen Erwartungen” befinden.
Wikipedia beschreibt die Phase wie folgt:
“… überstürzen sich die Berichte und erzeugen oft übertriebenen Enthusiasmus und unrealistische Erwartungen. Es mag durchaus erfolgreiche Anwendungen der neuen Technologie geben, aber die meisten kämpfen mit Kinderkrankheiten …”
Ich denke auch nicht, dass Twitter der Kanal ist, der auch für alle Firmen relevant ist. Für einige vielleicht. Und für bestimmte Kampagnen möglichweise auch.
Spannend wird ob sich Twitter auch langfristig weiterhin bestehen kann, oder ob offene Standards wie “OpenMicroBlogging” sich durchsetzen können.
Surftipp: Video zu “How Benjamin Button got his face” auf TED.com
Februar 25th, 2009 Posted 14:01
Auf TED.com erklärt Ed Ulbrich – ein digital-effects Guru von Digital Domain die Technik wie Brad Pitt’s Gesicht in “The Curious Case of Benjamin Button” digital gealtert wurde – mit der ja vor ein paar Tagen auch ein Oscar gewonnen wurde.
Link: http://www.ted.com/index.php/talks/ed_ulbrich_shows_how_benjamin_button_got_his_face.html
Was ist aber überhaupt TED.com?
TED wurde schon 1984 gegründet und ist die Abkürzung für „Technology, Entertainment, Design“.
TED.com lebt von einer kostenlosen, qualitativ sehr hochwertigen und inhaltlich wirklich sehr tollen Video-Vortragsreihe.
Die Videos stammen von der regelmässig stattfindenden sogn. TED-Conference, bei der internationale Teilnehmer gegen eine Teilnehmergebühr von US$ 6000 die Möglichkeit haben, ihre Ideen, Meinungen oder Wünsche zu präsentieren.
Unter dem Claim “Ideas worth spreading” gibt es viele tolle Themen, die nicht immer die üblichen Web-Themen behandeln, sondern häufig auch Vorträge zu anderen spannenden Themen aus dem sozialen oder politischen Umfeld.
Google und das Cloud Computing
Januar 26th, 2009 Posted 14:14
Zunächst einmal bezeichnet der Begrif “Cloud Computing” ein Konzept – und kein konkretes Produkt. Passend zum Namen ist das ganze ziemlich nebelig … eine genaue Definition steht zumindest noch aus. Ist das ganze nun denn eigentlich neu und wirklich etwas besonderes?
Ich bin mir da nicht so ganz sicher.
Man kann “Cloud Computing” zunächst einmal so verstehen, dass IT zu einer flexiblen Leistung wird. Und zwar geht es hierbei um eine weltweit vernetzte Infrastruktur aus Rechen-Power und Speicherkapazität, die der User flexibel je nach Bedarf anmieten kann. So richtig spannend und neu ist das aber ja eigentlich nicht.
Man kann “Cloud Computing” aber auch so verstehen, dass in der Wolke nicht nur die Infrastruktur, sondern auch Applikationen und Services zur Verfügung gestellt werden. Dies beschreibt auch den Trend, dass – anstatt komplette Softwarepakete zu kaufen und diese auf dem Rechner lokal zu installieren – diese bedarfsgerecht angemietet werden können.
Eigentlich ist ja aber auch das nicht so wirklich neu – Google hat im Sinne des Web2.0 ja bereits mit den Google Apps wie „Google Kalender“ oder „Google Text“ bereits Online nutzbare bzw. mietbare Apps vorgestellt.
Dazu passt auch eine Studie von IDC, dass nur 16 Prozent der Software, die Unternehmen kaufen, auch tatsächlich genutzt werden.
Außerdem ist es ja generell irgendwie komisch, dass zig Mio. von Instanzen einer einzigen Applikation auf eben so vielen Millionen lokalen Rechnern installiert werden müssen.
Die Schnittstelle, mit der der Nutzer auf die „Cloud“ zugreift, ist aktuell der Webbrowser.
Passend dazu hat Google ja auch den Browser Chrome vorgestellt, der genau auf dieses Szenario zugeschnitten ist und das als Plattform (oder auch als ein Betriebssystem!) für Web-Anwendungen ausgelegt ist.
Bisher sehe ich im “Cloud Computing” also erstmal nur einen Ansatz, der sich noch sehr viel weiter vorantreiben lässt.
So könnte ich mir in Zukunft vorstellen, dass die Cloud im Sinne von Google (ist Google selber die Cloud?) immer mehr zu einer Datenkrake wird. Diese ist dann von jedem Nutzer individuell konfigurierbar, sie sammelt unermüdlich Weltwissen – dieses ist dann über beliebige Schnittstellen verfügbar.
Tags: Google, Neu, Trend
Posted in Data Portability, Foresight, Semantic Web, Web2.0









