Lars Blog

Web, Real Life & anderer Wahnsinn

Archive for the ‘Trend’ Category

Bücher und Zeitungen auf dem iPad – ein neues Geschäftsmodell für die Print-Verlage?

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März 3rd, 2010 Posted 18:04

Steve Jobs hat vor einigen Wochen das iPad vorgestellt. Viele kritisieren seitdem, dass es sich bei dem Gerät lediglich um ein vergrößertes iPhone handelt – nicht aber um die erwartete Innovation.
Ich muss zugeben, dass auch ich nach der Vorstellung ziemlich enttäuscht war. Sowohl die Hardware als auch das vorgestellte Interface unterscheiden sich nicht deutlich vom iPhone. Der große Aha-Effekt blieb zumindest aus. Ob ein echter Bedarf für diese neue Gerätekategorie besteht ist IMHO fraglich.

Ich glaube dennoch, dass das iPad ein Erfolg werden kann. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründe. Die “Coolness” und der “haben-will” Faktor von Apple tragen sicherlich ihr übriges dazu bei.

Ein weiterer Erfolgsfaktor können aber auch die eBooks sein. So ist der im Vergleich zum iPhone vergrößerte Screen ein wichtiger Aspekt, um andere Sachen als mit dem iPhone anstellen zu können. Beispielsweise Bücher oder Zeitschriften lesen.

Der Markt entdeckt diesen Einsatzzweck gerade für sich und versucht bereits Begehrlichkeiten bei potentiellen Anwendern zu schaffen. Interessant ist die Frage ob eBooks auf dem iPad wirklich funktionieren. Beim Kindle ist der Erfolg und die Euphorie ja nicht so wahnsinnig hoch. Warum sollte es beim iPad also besser klappen?
Das eBook-Format vom Kindle kann übrigens vom iPad nicht gelesen / verwendet werden.

Zeitungsverleger und auch Buch-Verlage machen sich vor allem aufgrund der Multimedia-Features Hoffnung, das iPad (bzw. die Apps) als neues Geschäftsmodell zu etablieren.

Klar ist, dass Bücher nicht als 1:1 auf das iPad zu übertragen sind, um neue Begehrlichkeiten zu schaffen. So werden wohl viele der Bücher nicht als eBooks daherkommen sonder vielmehr Apps sein.

Ich hab mir grad mal überlegt was die Nutzungsmotivation von Usern ist, eBooks auf dem iPad zu konsumieren. Mir ist dabei auf die schnelle folgendes eingefallen:

Magazine und Zeitungen

  • Der Content ist aktuell (sicher ein Killer-Feature). Wie oft habe ich schon den Spiegel gekauft und ich kannte bereits 2/3 der Inhalte …
  • Personalisierung (nur das lesen, was einen auch interessiert)
  • Einbettung von Bewegtbild
  • Lokal relevanter Content (durch GPS). Dies ist bei Reisemagazinen, Veranstaltungstipps etc. sinnvoll

Bücher

  • Chat mit anderen Nutzern oder dem Autor
  • Interaktive Lernbücher (Nutzer kann “mitmachen” und erhält ein direktes Feedback bei den Antworten)

Was fällt euch noch so ein?

Sowohl bei Zeitungen als auch bei Büchern kann man Lesezeichen verwenden oder die Schriftart ändern. Bei Zeitungen kann man dann bestimmt auch zwischen einem 2- und 3-zeiligem Layout o.ä. wählen.
Ich denke, dass sich viele Verleger auf das iPad stürzen werden. Hier haben sie eine geschlossene und multimediale Abspielplattform, mit der sie Geld für ihre Inhalte einnehmen können. So sind beispielsweise auch Zahlungen pro Ausgabe, Abo oder Rubrik denkbar. Etwas, was im Web ja nur sehr bedingt funktioniert.
Spannend ist dann aber auch zu sehen wie viel diese neuen Angebote dem Kunden wert sind.

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Gowalla: Location-Based Gaming

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November 8th, 2009 Posted 15:51

Immer mehr Handys verfügen über GPS und können so den eigenen Aufenthaltsort bestimmen. Diese Daten können dann von Apps genutzt werden um  ortsbasierte Services zur Verfügung zu stellen.

Diese Dienste nennen sich ganz allgemein “Location-Based Services”. Bekannte Vertreter sind bspw. Google Latitude oder Brightkite.

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die recht neue Plattform Gowalla, die sich als “Location-Based Gaming Plattform” versteht. Auch hier geht es also um einen ortsbasierten Dienst, bei dem allerdings ein eher spielerischer Aspekt integriert wurde.
Zu Gowalla gehört sowohl eine iPhone-App und auch als die Website www.gowalla.com.

Worum geht´s bei Gowalla?

Die Gowalla FAQ meint dazu:

Gowalla is a location-based travel game that rewards you for visiting both extraordinary and everyday places with your iPhone.”

Ist man mit dem iPhone also an einem “neuen” Ort (also bspw. einem Restaurant), welcher bisher noch nicht über Gowalla erfasst wurde, so kann man diesen nun neu eintragen (”claimen”).

claimen
Danach hat man die Möglichkeit dort “einzuchecken” sowie Dinge aus seiner virtuellen Tasche dort abzulegen.
Man kann ebenfalls einsehen, wer bereits an diesem (Real World) Ort war, wann und wie oft. Waren andere Nutzer dort und haben einen Gegenstand abgelegt, so kann man diesen nun mitnehmen.

Anreizsystem Passport

Als Anreiz und Motivationssystem wurden im virtuellen “Passport” Pins, Stempel als auch Items eingeführt.

Stempel erhält man, wenn man in Real-World Locations eincheckt und dienen als visuelles Pendant des Ortes. Pins verdient man, wenn man eine Route von Standorten (”Trip”) abklappert (dies funktioniert derzeit nur in den USA).

Wirklich cool ist die Idee mit den Items, also den Gegenständen in der “virtuellen Tasche”. Um neue Items zu bekommen entsteht bei mir die Motivation, möglichst viele Standorte zu besuchen. Zwangsläufig entdeckt man dabei neue Locations, wie etwa Bars, Restaurants oder Ausflugsziele.

Item_1
Zumindest theoretisch kann ein Item durch alle meine Orte wandern – oder sogar um die ganze Welt.

Dinge, die man nicht mehr hergeben möchte kann man den Safe (“Vault”) legen. Das klappt bei mir zwar nicht, soll aber laut FAQ funktionieren. Geplant ist dann auch der Tausch von Ions mit Freunden.

Netzwerkeffekt:

Ein Problem ist sicherlich, dass Gowalla nur dann wirklich funktioniert, wenn ausreichend Personen mitmachen. Das mag in Berlin, Köln oder Hamburg bereits teilweise funktionieren. Auf dem Land oder in kleineren Städten aber sicher noch nicht.

Außerdem finde ich es etwas fragwürdig, dass man über den Dienst jederzeit sehen kann wo ich derzeit gerade bin. Dies ist zwar dadurch eingeschränkt, dass nur meine Freunde meinen Aufenthaltsort einsehen können. Ich denke man sollte daher aber schon aufpassen wen man als Freund zulässt :)

Partizipation der Unternehmen:

Spannend wird´s wenn Unternehmen in Gowalla aktiv werden (ist derzeit soweit ich weiß noch nicht der Fall). So könnten diese bspw. eigene und gebrandet Items publizieren und in Umlauf bringen.
Und noch viel spannender: Die Unternehmen können ja prinzipiell sehen WER WO WANN das lokale Geschäft betritt.

Spots

Kunden, die öfter da sind können mit Freigetränken oder freiem Eintritt o.ä. inventiviert und so weiter an das Unternehmen gebunden werden.

Fazit:

Die Idee von Gowalla ist super!
Gowalla bietet zum alleinigen “wer ist gerade wo” Informationen darüber, welche Standorte häufig bzw. von den eigenen Freunden besucht wurden.

Allerdings, so finde ich, ist die Umsetzung noch ausbaufähig. Man darf aber davon ausgehen, dass die Jungs von Gowalla hier weitere gute Ideen integrieren werden.

Firefox 3.5: Videos ohne Plug-ins und Geolocation

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Juli 3rd, 2009 Posted 14:58

Der aktuelle Browser Firefox 3.5 bietet neben einer schnelleren JavaScript-Engine unter anderem zwei ziemlich interessante Features: Funktionen aus HTML 5 (u.a. zur Einbindung von Videos) sowie zur Bestimmung des eigenen Standorts (Geolocation).

HTML 5

Mit Firefox 3.5 wird der (zukünftige) Webstandard HTML 5 unterstützt – und damit auch die Tags <audio/> und <video/>.
Das ist deshalb so interessant, weil es so möglich ist bewegte Bilder (und auch Audio) ohne Installation eines zusätzlichen Plug-ins (bspw.  Adobe Flash) im Browser abzuspielen.
Die Mozilla Foundation setzt dabei auf Ogg Theora, proprietäre, lizenzpflichtige Formate wie H.264 (derzeit Standard- Codec für Flash-Videos im Internet) finden von Mozilla zunächst keine Beachtung. Interessant ist, dass der HTML5-Standard weder H.264 noch Ogg Theora vorschreiben wird.

Ich hab hier mal ein Video mit dem Tag <video/> eingebunden:

Der Code sehr einfach:


<video src="http://v2v.cc/~j/theora_testsuite/320x240.ogg" controls>
Your browser does not support the <code>video</code> element.
</video>

Ganz cool ist hier auch die Demo-Seite von Youtube, auf der die Videos mit dem <video/> Tag eingebunden werden. Die Steuerung der Wiedergabe erfolgt mittels JavaScript.

Da HTML 5 zunächst noch als Entwurf vorliegt, ist die vorgestellte Implementierung (erstmal leider) noch Zukunftsmusik. Ich denke auch, dass sich das freie Videoformat Ogg (trotz handfester Vorteile) wohl nicht so schnell durchsetzen und Flash verdrängen kann.

Geolocation

Über das Geolocation API, das Firefox 3.5 unterstützt, können Websites Informationen über den Aufenthaltsort des Nutzers abfragen. Firefox sammelt Informationen über das WLAN und/oder IP Lookups und ermittelt dann mit Hilfe des Google Location Services wo man sich befindet.

So lassen sich ortsbezogene Dienste im Browser realisieren, ohne dass der Nutzer seine Position angeben muss. Wenn man zum Beispiel auf Qype.com geht, können Empfehlungen aus der Stadt bzw. Gegend des Besuchers angezeigt werden.

Damit Nutzer nicht ausspioniert werden, muss der Nutzer jeder einzelnen Website den Zugriff auf seinen Aufenthaltsort über den Browser genehmigen.

geolocation_ff

Demo mit OpenstreetMap

Die Ortsbestimmung war bei mir aufgrund der WLAN-Nutzung auf ein paar Meter ziemlich genau.

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Putpat.tv: Endlich richtiges Musikfernsehen!

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Juni 15th, 2009 Posted 12:35

Vor kurzer Zeit hat Putpat.tv (ein Dienst aus Köln) seine Beta-Phase gestartet. Anmelden kann sich jeder unter putpat.tv – ich wurde bereits nach wenigen Stunden freigeschaltet. Die Idee hinter Putpat ist recht simpel und stößt bereits in der Beta-Phase (in der Bloggosphäre) auf sehr positive Resonanz.

Der Grund für diesen Erfolg ist unter anderem bei den reichweitenstarken Musikkanälen wie MTV und Viva zu sehen, die sich ja eher zu Unterhaltungssendern gewandelt haben. Klassische Musikvideos laufen dort heute nur noch sehr selten. Die Sender investieren zwar viel Geld in Ihre Web-Portale – Musikvideos sucht man aber auch dort vergebens.
Wer heute einen bestimmten Musik-Clip sehen möchte sucht wohl eher bei YouTube.

vollbild

channels

Putpat hat dieses Problem erkannt und möchte Putpat.tv als neuen Web-TV-Sender platzieren.
Dabei ist zu anzumerken, dass Putpat nicht als Website sondern vielmehr als TV-Sender zu verstehen ist – einzelne Lieder lassen somit geziehlt nicht einstellen.

bjork

Putpat agiert nach dem Vorbild der frühen TV-Musik-Sender (MTV, Viva, Viva II, etc.) und sendet rund um die Uhr ausschließlich Musik-Clips (Putpat hostet und lizensiert alles selber) und verzichtet dabei vollständig auf all die überflüssigen und nervigen (Werbe-) Unterbrechnungen!

Personalisierbarkeit:

Das besondere am Dienst ist, dass der Stream personalisiert werden kann – und damit den persönlichen Musik-Geschmack gerecht wird.
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten Einfluss auf die Auswahl der Videos zu nehmen:
So wird der Nutzer direkt nach der Registrierung zur Eingabe einiger Lieblingsinterpreten oder seines Last.fm-Benutzernamens aufgefordert.

Ebenfalls existiert eine Bewertungsfunktion mit einer Skala von 1-100 die in die Kategorien “Mittelstrahl”, “Dröge”, “Geht So”, “Okay”, “Mittelfeld”, “Oberliga Nord”, “Steil”, “Hammer”, “Weltklasse” “Treppe zum Himmel” bis zum “Lieblingslied” unterscheidet.

putpat_nena

Ähnlich wie bei Last.fm lassen sich auch Songs oder Interpreten ganz “bannen” und werden dann nicht mehr gespielt.
Darüber hinaus gibt es den sogn. “Veequalizer”, eine Art Mischpult für den eigenen Musikgeschmack:

regler
Mit jedem Regler kann der Anteil eines Genres, eines Künstlers oder einer Stimmung am gesamten Videoprogramm zwischen null und hundert Prozent eingestellt werden – also beispielsweise 80 Prozent Electronica, 10 Prozent Pop und 10 Prozent Hip Hop.

Fazit:

Die Idee eines personalisierbaren Musik-Dienstes ist in den Web2.0-Zeiten nicht unbedingt revolutionär – dafür aber super gut umgesetzt und intuitiv zu bedienen!

Als ein generelles Problem sehe ich nach wie vor das Nutzungsszenario mit dem Rechner / Laptop, der sich nur bedingt für den “lean back” Konsum eignet.
Schön wäre es daher wenn man Putpat.tv auf dem heimischen TV-Gerät im Wohnzimmer ansehen kann. Dies ist aber natürlich kein Putpat-spezifisches Problem …

Zu Putpat bleibt eigentlich nur zu sagen: Es rockt!

Präsentieren mit “Prezi” – besser als PowerPoint?

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Juni 7th, 2009 Posted 17:03

Entwickelt wurde Prezi von Zui Labs, einem kleinen Start-up aus Budapest.
Einige Informationsportale hatten bereits in den letzten Wochen von Prezi berichtet – wirklich aufmerksam bin ich auf das Tool aber erst beim BarCampCologne3 geworden. Dort gab es eine Session von Oliver Überholz hierzu, andere BarCamp-Teilnehmer hatten ihre Vorträge auch bereits mit Prezi vorgestellt (bspw. Johannes Kleske mit A small-brands lovefest).

Was ist Prezi?

Prezi ist eine neue und recht innovative (webbasierte) Präsentation-Software. Diese basiert vollständig auf Flash – sowohl der Editor als auch die eigentliche Präsentation sind ausschließlich  online (zumindest in der kostenlosen Variante) verfügbar.
zuiprezi-pecha-kucha-bw
Prezi basiert auf dem Grundgedanken, dass Informationen und deren Darstellung häufig nicht linear sind und sich somit bspw. mit PowerPoint nicht adäquat präsentieren lassen.

Prezi kann somit nicht einzelne Folien hintereinander darstellen, sondern zeigt die gesamte Präsentation auf einer einzigen Folie. Auf dieser Folie werden dann zusammenhängende Informationen, einzelne Bilder oder auch einzelnen Begriff sehr aufmerksamkeitsstark in den Vordergrund gezoomt (dies lässt sich komfortabel im Editor festlegen). Der Editor kann mit Bildern, Videos, PDF- und (bestimmten) Flash-Dateien umgehen und diese dann problemlos in die Präsentation einbinden.
Der Zoom-Effekt (andere Effekte gibt es nicht) ist das “Herz-Stück” von Prezi, sieht wirklich gut aus und macht Spass beim anschauen.

Ich sehe bei Prezi einige Vor- und auch Nachteile.

Vorteile:

  • Erstellung nichtlinearer Präsentationen – man kann “mal schnell” etwas aus der Präsentation (einfach auf die Stelle klicken) zeigen ohne zig Folien vor- oder zurückzublättern
  • Präsentations wirkt durch den Zoom-Effekt frisch und cool (wenn alle Prezi kennen funktioniert das aber sicher nicht mehr)
  • Prezi ist schnell (dank Flash)
  • Prezi hat einen tollen und innovativen Editor

Nachteile:

  • Für lange (ne Stunde oder so) Präsentationen wahrscheinlich nicht wirklich gut geeignet (Zoom-Effekt nervt)
  • Sehr eingeschränkter Editor bzw. Baukasten (bspw. sind Corporate-Folien nicht oder nur mit sehr viel Aufwand zu realisieren, da es nur einen beschränkten Satz an Fonts gibt)
  • Das Einbetten von Videos ist u.U. kompliziert, da diese vorher immer ein Flash konvertiert werden müssen
  • Kostet Geld in der Pro-Variante (naja ist wohl kein wirklicher Nachteil, da nachvollziehbar ;) )

In der kostenlosen “Public-Version” bietet Prezi 100 MByte Onlinespeicherplatz, versieht die Präsentationen mit dem eigenen Logo und stellt diese im Netz für jeden sichtbar zur Verfügung!
Die Pro-Variante (ca. 40 $ / Jahr) verzichtet auf das Logo, bietet 500 MByte Speicherplatz und erlaubt es zu regeln, wer eine Präsentation sehen darf.

Fazit (nachdem ich eine Prezi-Präsentation erstellt habe)

Das Hinein- und Herauszoomen und Herumrotieren auf der Fläche ist ein ungewohnter und daher für den Zuschauer frischer Übergangseffekt (zumindest aktuell). Prezi sollte auch auf jeden Fall noch einige Bugs und Schwächen überarbeiten, bspw. die eingeschränkte Auswahl der Fonts.
Prezi kann und will aber sicher nicht PowerPoint bzw. Keynote ernsthaft Konkurrenz machen. Außerdem eignet sich Prezi wohl nur für bestimmte Arten von Präsentationen – für langwierige Ergebnispräsentationen ist das Tool wohl eher ungeeignet.

Mir persönlich gefällt die Art wie Prezi Informationen darstellen kann wirklich sehr gut. Um die Zuschauer zu begeistern und aufmerksamkeitsstark Inhalte zu präsentieren ist Prezi ein tolles Werkzeug.

Getting Things Done auf dem Mac mit “Things”

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Mai 28th, 2009 Posted 20:30

Ich verlasse das Haus mit dem Vorhaben heute die verschiedensten Dinge zu erledigen. Erst zum Zahnarzt, dann Wasser und Nudeln im Supermarkt kaufen, nach Hause und Essen machen, die Freundin vom Flughafen abholen und dann zusammen zu nem Arbeitskollegen, da ist heute Video-Abend. Achso ja und dann natürlich noch Jens anrufen wegen dem Berlin-Urlaub.

Eigentlich muss ich mir das natürlich nicht aufschreiben. So viel ist das ja gar nicht. Eigentlich.

Auf dem Weg zum Flughafen gehe ich alle Sachen nochmal durch und mir fällt ein, dass ich ja noch Bier vom Supermärkt hätte mitbringen sollen. Ach ja und die Präsentation für das BarCamp wollte ich ja noch fertig stellen – das hab ich nun völlig vergessen.

Der geschilderte Ablauf ist nicht so unbedingt realitätsnah – trotzdem wird mir ab- und zu die Aufgabenplanung zu viel. Neben der Gefahr Sachen zu vergessen gehen mir auch immer wieder die gleichen Sachen durch den Kopf, während ich aktuell ja eigentlich mit ganz anderen Dingen beschäftigt bin. Der Kopf ist in den ganzen Tag in “Alarmbereitschaft” und ich kann nicht wirklich abschalten.

Ich bin daher gerade dabei “Getting Things Done” auszuprobieren. GTD ist von David Allen und eine (bekannte und beliebte) Selbstmanagementmethode.

Was GTD mit anderen solchen Methoden gemeinsam hat, ist das konsequente Aufschreiben. Das Ziel von GTD ist dafür zu sorgen, dass man im richtigen Augenblick an die Dinge erinnert wird – und damit dann Platz im Kopf für die Dinge hat, die gerade anstehen.

Einige Prinzipien von GTD:

  • Bei GTD geht es nicht darum, Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, was wichtiger und was unwichtiger ist.
  • Bei GTD werden unpriorisierte Listen geführt und abgearbeitet. Alle zu erledigenden Sachen werden erfasst und in Kategorien eingeordnet: Ist es Quatsch, gibt es Handlungsbedarf, kann ich es sofort erledigen, muss ich es mal später erledigen oder kann ich es delegieren?
  • Zweiminutenregel:  Alles, was sich innerhalb von zwei Minuten erledigen lässt, sofort erledigen, denn eine so kleine Erledigung aufzuschreiben und eine Entscheidung zu treffen, wann sie wie erledigt werden soll, würde auch mindestens zwei Minuten dauern.


Things für den Mac:

Die Idee ein Software-Tool für diese Selbstmanagement-Methode einzusetzen ist natürlich ziemlich logisch. Ich habe mir daher mal das Tool “Things” für den Mac angesehen (danke für den Tipp von AIRMAX1)

Things verhält sich ähnlich den Apple iApps und man kann sich unkompliziert durchs Programm klicken und hat dann eigentlich auch recht schnell verstanden wie man dieses bedient.

things_1

So unterteilt Things in Heute, Demnächst, Irgendwann und nach gezieltem Termin. Und ich kann Aufgaben nach Projekten anzulegen (alles was länger als 2min Dauert ist ein Projekt).

Nett ist bei Things ebenfalls die Möglichkeit über eine Schnelleingabe-Funktion Aufgaben einzutragen – auch wenn man derzeit in einer anderen Anwendung als in Thing arbeitet.

things-quick-entry

Ich habe mir vorgenommen Things sowie die iPhone-App (zur Aufnahme von Aufgaben) mal zu testen und gucken ob sich die Anwendung in meinen Tagesablauf einfügt.

Einen guten Einblick gibt auch der Things Screencast.

Web Trend Map 2009

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April 6th, 2009 Posted 15:24

Web Trend Map 4 Final Beta, ursprünglich hochgeladen von formforce

Schöne Abbildung der aktuellen Webtrends – sicher auch schön als Poster an der Wand

Do you poken? – Lustig aber sinnfrei

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April 4th, 2009 Posted 19:37

Poken sind aktuell eins DER Themen im sozialen Web – allerdings handelt es sich mehr um eine nette Spielerei als um ein wirklich wichtiges Thema. Bei einem Poken handelt es sich um kleine Plastik-Figuren, die man um den Hals oder aber vielleicht nicht ganz so auffällig am Schlüsselbund mit sich rumtragen kann.

Alle am poken

Alle am poken (BarCamp Essen)

Ziel: Treffen sich zwei Pokenbesitzer können sie nun (per Funk) persönliche Daten austauschen. Die Figur sieht lustig aus – ist aber dabei eigentlich nicht wirklich relevant. Ich habe ein “Voodoo-Poken” – daneben gibt es noch einige andere farbenfrohe Figuren.

Poken

Mein Poken

Worauf es beim Poken ankommt ist dessen weiße “Hand”. Darin verbergen sich ein USB-Speicher und ein RFID-Chip. Werden die 2 Pokens nun nah aneinander gehalten werden über den RFID-Chip die IDs der beiden Nutzer ausgetauscht.

Steckt man nun den Poken in den USB-Slot, so werden die gesammelten Daten in Form einer sogn. Poken Card auf das eigene Konto beim Anbieter übertragen. Einer Poken Card lassen sich dann über die Website Name, Foto, Adressdaten sowie Links zu den Social-Networks hinterlegen.

Der Nutzer hat auch die Möglichkeit mehrere Profile anzugeben und so zu bestimmen welche davon die Kontakte abrufen können.

Fazit:

Zu Poken ist etwas albern aber recht spassig. Es ist eine lustige Spielerei für die Web2.0 Community. Ob der gestandene Manager auch mit einem Poken auf einer Konferenz erscheint ist wohl eher fraglich. Ich denke daher nicht, dass sich Poken auch über die Web-Gemeinschaft hinaus durchsetzen werden.

Etwas sinnfrei ist das Poken aber auch dort – da ich von den meisten Leuten mit einem Poken auf Barcamps etc. wohl auch eh schon die Kontaktdaten habe.

poken_2

Etwas uncool ist weiterhin, dass ich nun eine weitere Stelle (die Poken-Seite) habe, auf der dann halt wieder Daten gesammelt werden. Das Unternehmen selbst bietet kein soziales Netz an, sondern versteht sein Produkt lediglich als ein Mittel, um die Nutzer zu vernetzen.

Cool wäre es, wenn ich jemanden über den Poken hinzufüge, dass ich dann mit demjenigen automatisch bei den entsprechenden Netzwerken (Xing, Facebook, etc.) connected wäre.

Zwei Jahre Twittern – ein Zwischenfazit

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März 30th, 2009 Posted 15:43

Ziemlich genau zwei Jahre ist´s nun her seit dem ich Twitter nutze. In dieser Zeit habe ich 3018 Tweets geschrieben, das sind im Durchschnitt 5,4 pro Tag. Sagt zumindest Tweetstat.com.

In meinem ersten Blogposting zum Thema Twitter war ich noch recht skeptisch:

“… .Ansonsten ist twitter wohl keine Killer-Applikation – aber dennoch sehr nett und überzeugt vor allem durch die einfachheit und dass man sich auf nur wenige (140) Zeichen beschränken muss.”

Das mit der Killer-App habe ich dann jedoch ziemlich schnell revidieren müssen :D

Warum nach zwei Jahren immer noch Twittern?

Der Reiz von Twitter liegt für mich zum einen nach wie vor im Joy-of-use. Device-unabhängig kurze Textnachrichten lesen und selber welche abschicken, that´s cool :)

Zum anderen hat Twitter einen festen Platz in meiner persönlichen Kommunikation eingenommen. Das verständnislose Frage aller, die Twitter noch nie benutzt haben ist ja meist: “Wen interessiert DAS denn jetzt?”.

Ich bin mir sicher, dass (abgesehen von wirklich langweiligen Tweets) aber genau das alltägliche so spannend ist. Die Leute wollen keinen intellektuellen Krams verschicken, sondern das was sie gerade machen, was sie interessiert oder bewegt.

Twittern ist für mich …

… ein schöner Zeitvertreib. Mit dem iPhone rumsitzen und mal eben Twitter aufrufen. Irgendwie hat das auch schon was zwanghaftes.

tipp_tweet

… ein super Kommunikations- und Verabredungs-Tool. Ich weiß so was Freunde und Bekannte von mir grade machen.

nervig_tweet

… auch mit dem man was verkaufen kann

waschmasch

… ein Trend-Scouting Tool

Was nervt …

… Twitter ist Mainstream und überall DAS Thema. Twitter ist aber sicher nicht die Lösung für alle Probleme. Wie auch paulinepauline schon fragte – wo ist der Geektalk hin? Ich will mehr Geektalk.

… “Freunde sammeln” ist ja anscheinend ein zentrales Element im Social Media, aber ich möchte einfach twittern – ohne mir Gedanken wie viele mir denn nun folgen und wie ich denn bloß mehr Verfolger (Twittercharts und so) herbekomme. Das nervt.

Zwischenfazit

Trotz aller sinnigen, lustigen und coolen Anwendungsbeispiele ist Twitter ein Hype (vgl. gartner hype cycle) und ich würd´ mal sagen, dass wir uns im “Gipfel der überzogenen Erwartungen” befinden.

Gartner Hype Cycle

Gartner Hype Cycle

Wikipedia beschreibt die Phase wie folgt:

“… überstürzen sich die Berichte und erzeugen oft übertriebenen Enthusiasmus und unrealistische Erwartungen. Es mag durchaus erfolgreiche Anwendungen der neuen Technologie geben, aber die meisten kämpfen mit Kinderkrankheiten …”

Ich denke auch nicht, dass Twitter der Kanal ist, der auch für alle Firmen relevant ist. Für einige vielleicht. Und für bestimmte Kampagnen möglichweise auch.

Spannend wird ob sich Twitter auch langfristig weiterhin bestehen kann, oder ob offene Standards wie “OpenMicroBlogging” sich durchsetzen können.

Gedanken zum “Kindle” von Amazon

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März 3rd, 2009 Posted 17:14

Seit einiger Zeit gibt es den “Amazon Kindle 2“  zu bestellen – ein Gerät um elektronische Bücher oder Zeitschriften zu lesen.

Amazon hebt verschiedene Funktionen heraus – bspw. lassen sich die Medien ohne PC und ohne Internet-Anschluss auf das Gerät laden. Dies funktioniert in den USA über das sogn. Whispernet lassen sich bei Amazon Medien kaufen oder abonnieren. Bei Büchern kann das erste Kapitel meist kostenlos gelesen werden (ähnlich wie bei Apples iTunes-Store).

Ich hab ja nun ein iPhone und könnte natürlich auch damit unterwegs lesen … allerdings ist der Vergleich mit dem Kindle sicher nicht gerechtfertigt. Das Display vom iPhone ist zu klein, es hat zu wenig Batterielaufzeit, es lassen sich keine Bücher (legal) herunterladen, es existieren keine speziellen Buch-Anwendungen, etc.

Von daher ist ein Markt für einen eBook-Reader vorhanden – was man ja auch an den Verkaufszahlen des Kindle sehen kann.

Ich würde folgende Vor- und Nachteile im Kindle sehen:

Vorteile:
- Offline lesen möglich
- Inhalte (von Zeitungen) lassen sich selber zusammenstellen
- sehr leicht
- kann Unmengen von Lesematerial speichern
- Funktionen wie Lesezeichen, Dictionary  etc.
- Inhalte umsonst (durch Cracks)

Nachteile:
- Nicht so robust – und Wassertauglich – wie bspw. ein Buch
- Keine Blätter-Habtik
- Keiner weiß was ich lese (mir eigentlich egal, anderen aber wahrscheinlich nicht)
- Teuer – für das Geld kann ich tonnenweise Bücher kaufen
- Bücher kaufen / abonnieren geht derzeit nur in den USA

Wenn das Gerät so 100 $ kostet und man auch hier in Deutschland Bücher dafür erhältlich sind, dann schlage ich zu. Bis der Preis soweit sinkt werden aber sicher noch ein paar Jahre vergehen. Und bis dahin lese ich weiterhin Zeitungen wie in der Zeit als es noch kein Internet gab.

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