Archive for the ‘Web2.0’ Category
Teil 1: Erfolgsmessung im Social Web: Geht das überhaupt?
März 21st, 2010 Posted 17:30
Einleitung
Traditionelle Markenkommunikation
Die traditionelle Markenkommunikation kreist gerne um sich selbst und ihre Markenwerte. Aufgabe von Kampagnen ist es primär die Markenwerte so zu kommunizieren, das ein positiver Imageeffekt entsteht. Diese “alte” Denkweise basiert meist auf Kontrolle und möchte die Markengedanken ausschließlich selber und unidirektional kommunizieren.
Markenführung in Zeiten von Social Media
Während “normale” Surfer immer mehr Zeit in Social Networks wie etwa Facebook verbringt, erkennen auch Unternehmen das Potenzial, das Social Media ihnen bietet.
So sind mittlerweile 60% der 100 Top-Marken in Deutschland in Social-Media Kanälen vertreten oder experimentieren damit (laut einer Studie von Construktiv). Vor allem Facebook hat sich auch für Unternehmen zu einer relevanten Marketingplattform entwickelt, die sich beispielsweise positiv auf den Kundendialog oder die Kundenbindung auswirken kann. Unternehmen müssen im Social Media nicht mehr durch lautes “Geschrei” übertönen, dass sie bzw. ihre Produkte eigentlich überflüssig sind.
Unternehmen sollten daher unbedingt verstehen welche Bedeutung die Begriffe Beziehung und Relevanz haben. Es geht darum langfristig Vertrauen und vor allem Beziehungen aufzubauen.
Ein Umdenken ist vor allem hinsichtlich der Markenkommunikation notwendig. Denn: Was nicht relevant ist, wird langfristig “sterben”. Dinge wie E-Mail- oder Newsletter-Marketing entsprechen eher dem traditionellen Markengedanken. Das Internet stärkt jedoch die Position der User bzw. Konsumenten. Und dieser kann selber entscheiden was ihn interessiert – und was eben nicht.
Ein kurzfristiges Kampagnenmodell existiert nicht. Hierbei ist der Einsatz der POST-Methode ein sehr sinnvolles Vorgehen.
Aufgrund des großen Zeit- und Ressourceneinsatzes, die für die Betreuung von Social-Media-Aktivitäten notwendig ist, gehen aktuell Berater, Agenturen und natürlich auch die Unternehmen selber der Frage nach dem Erfolg ihrer Bemühungen nach.
Warum ist eine Page Impression im Social-Media uninteressant?
Ich bin der Meinung, dass eine Erfolgsmessung unabdingbar wichtig ist. Nur wie? Klar ist hierbei vor allem erstmal eines: Die etablierten Online-Messgrößen erfassen nicht das, was Social Media vom alten Markengedanken unterscheidet. Denn: Social-Media gibt greifbaren bzw. sichtbaren Menschen eine greifbare und direkte Stimme. Es geht um Beziehungen und um Kommunikation. Und die menschliche Kommunikation ist eine komplexe Angelegenheit.
Standardmeßgrößen wie eine PI (Abruf einer Einzelseite) helfen uns hier also nicht wirklich weiter. Auch Reichweite ist im Social Media nur bedingt hilfreich. Natürlich ist es gut zu wissen wie viele Fans meine Fan-Page auf Facebook hat. Aber: Wer seine kleine, feine Zielgruppe mit beispielsweise 500 Leuten erreicht ist doch erfolgreich? Auch wenn das über die Kanäle im Social Media nicht alle User mitbekommen (was ja ganz gut so ist).
Und noch etwas: Nur die wenigsten Sozial-Media-Aktivitäten werden einen kurzfristigen Erfolg im Sinne eines ROI erzielen.
Es gibt keine allgemein gültigen Kennzahlen für Social Media!
Bevor man sich überlegt wann man erfolgreich ist, sollte man zuvor über die Ziele im klaren sein (das ist nix neues, dennoch kann man das nicht oft genug sagen)! Denn nur wenn klar ist, was man beabsichtigt, kann man auch wissen ob man erfolgreich ist.
Wovon diese Ziele abhängen und wie eine Erfolgsmessung im Social Web funktionieren kann, zeige ich im 2. Teil
Tags: ROI
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Gowalla: Location-Based Gaming
November 8th, 2009 Posted 15:51
Immer mehr Handys verfügen über GPS und können so den eigenen Aufenthaltsort bestimmen. Diese Daten können dann von Apps genutzt werden um ortsbasierte Services zur Verfügung zu stellen.
Diese Dienste nennen sich ganz allgemein “Location-Based Services”. Bekannte Vertreter sind bspw. Google Latitude oder Brightkite.
Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die recht neue Plattform Gowalla, die sich als “Location-Based Gaming Plattform” versteht. Auch hier geht es also um einen ortsbasierten Dienst, bei dem allerdings ein eher spielerischer Aspekt integriert wurde.
Zu Gowalla gehört sowohl eine iPhone-App und auch als die Website www.gowalla.com.
Worum geht´s bei Gowalla?
Die Gowalla FAQ meint dazu:
“Gowalla is a location-based travel game that rewards you for visiting both extraordinary and everyday places with your iPhone.”
Ist man mit dem iPhone also an einem “neuen” Ort (also bspw. einem Restaurant), welcher bisher noch nicht über Gowalla erfasst wurde, so kann man diesen nun neu eintragen (”claimen”).

Danach hat man die Möglichkeit dort “einzuchecken” sowie Dinge aus seiner virtuellen Tasche dort abzulegen.
Man kann ebenfalls einsehen, wer bereits an diesem (Real World) Ort war, wann und wie oft. Waren andere Nutzer dort und haben einen Gegenstand abgelegt, so kann man diesen nun mitnehmen.
Anreizsystem Passport
Als Anreiz und Motivationssystem wurden im virtuellen “Passport” Pins, Stempel als auch Items eingeführt.
Stempel erhält man, wenn man in Real-World Locations eincheckt und dienen als visuelles Pendant des Ortes. Pins verdient man, wenn man eine Route von Standorten (”Trip”) abklappert (dies funktioniert derzeit nur in den USA).
Wirklich cool ist die Idee mit den Items, also den Gegenständen in der “virtuellen Tasche”. Um neue Items zu bekommen entsteht bei mir die Motivation, möglichst viele Standorte zu besuchen. Zwangsläufig entdeckt man dabei neue Locations, wie etwa Bars, Restaurants oder Ausflugsziele.

Zumindest theoretisch kann ein Item durch alle meine Orte wandern – oder sogar um die ganze Welt.
Dinge, die man nicht mehr hergeben möchte kann man den Safe (“Vault”) legen. Das klappt bei mir zwar nicht, soll aber laut FAQ funktionieren. Geplant ist dann auch der Tausch von Ions mit Freunden.
Netzwerkeffekt:
Ein Problem ist sicherlich, dass Gowalla nur dann wirklich funktioniert, wenn ausreichend Personen mitmachen. Das mag in Berlin, Köln oder Hamburg bereits teilweise funktionieren. Auf dem Land oder in kleineren Städten aber sicher noch nicht.
Außerdem finde ich es etwas fragwürdig, dass man über den Dienst jederzeit sehen kann wo ich derzeit gerade bin. Dies ist zwar dadurch eingeschränkt, dass nur meine Freunde meinen Aufenthaltsort einsehen können. Ich denke man sollte daher aber schon aufpassen wen man als Freund zulässt
Partizipation der Unternehmen:
Spannend wird´s wenn Unternehmen in Gowalla aktiv werden (ist derzeit soweit ich weiß noch nicht der Fall). So könnten diese bspw. eigene und gebrandet Items publizieren und in Umlauf bringen.
Und noch viel spannender: Die Unternehmen können ja prinzipiell sehen WER WO WANN das lokale Geschäft betritt.
Kunden, die öfter da sind können mit Freigetränken oder freiem Eintritt o.ä. inventiviert und so weiter an das Unternehmen gebunden werden.
Fazit:
Die Idee von Gowalla ist super!
Gowalla bietet zum alleinigen “wer ist gerade wo” Informationen darüber, welche Standorte häufig bzw. von den eigenen Freunden besucht wurden.
Allerdings, so finde ich, ist die Umsetzung noch ausbaufähig. Man darf aber davon ausgehen, dass die Jungs von Gowalla hier weitere gute Ideen integrieren werden.
Posted in Foresight, Socical Web, Trend, Web2.0
What the F**K is Social Media: One Year Later
Juli 17th, 2009 Posted 11:47
Posted in Web2.0
Soundcloud – Coole Musik2.0-Plattform für Musiker
Juli 17th, 2009 Posted 11:42
Die Macher von Soundcloud sitzen – wie irgendwie auch nicht anders zu erwarten – in Berlin-Mitte und haben eine ziemlich ambitionierte Musik2.0-Plattform.
Soundcloud richtet sich nicht so sehr an den Gelegenheits-Musik-Hörer oder den typischen Last.fm Nutzer sondern vielmehr direkt an Musiker, DJs sowie Produzenten. Soundcloud hat den Anspruch eine Plattform zu sein, um gemeinsam an Musik zu arbeiten.
Das originäre Ziel von Soundcloud beschreiben die Macher wie folgt:
„Wir waren meistens abgetörnt, wenn Musiker uns ihre Stücke zum Anhören mailten … „
„…wir wollten es erst mal vereinfachen, Tracks privat auszutauschen, zu kommentieren, zu hören, sich darüber eine Meinungen zu bilden“ (Link http://www.de-bug.de/mag/5784.html).
Diesem Anspruch wird Soundcloud gerecht und bietet den Nutzern die Möglichkeit sehr einfach seine Tracks hochzuladen. Zentrale Bedeutung hat dabei die sehr coole sogn. “Drop Box”, die jedem Nutzer zur Verfügung steht und den Datei-Transfer stark vereinfacht.

In die DropBox können andere SoundCloud-User sowie beliebige Internetnutzer Musikstücke ablegen (Größe oder Länge der Datei sind ohne Begrenzung). Die DropBox ist über eine exklusive Adresse erreichbar (bei mir: http://soundcloud.com/musiklars/dropbox).
Sehr cool ist dann, dass die hochgeladenen Tracks (jedes Musikstück hat seine eigene URL) auf externen Seiten (wie etwa diesem Blog) eingebunden werden können:
Von großer Bedeutung ist die ausgeklügelte Kommentar-Funktion: Anmerkungen können zu einzelnen Stellen einer Datei eingefügt werden und erscheinen als Sprechblase in der Wave-Kurve. Diese Funktion ist vor allem dann sinnvoll, wenn Musiker oder Produzenten gemeinsam an einem Stück arbeiten.
Spannend ist, dass mittlerweile auch einige der „großen“ Musiker auf Soundcloud setzen:
„Sonic Youth used SoundCloud to stream their latest album via Twitter while Moby uses it to promote his latest tracks on his site rather than on MySpace“ (Link)
Weitere Features von Soundcloud sind eine offene API mit der Applikationen für SoundCloud entwickelt werden können. Ein Beispiel hierfür ist FiRe – ein Programm für Field Recording mit dem iPhone.
Tags: Musik, Soundcloud
Posted in Musik, Usability, Web2.0
Putpat.tv: Endlich richtiges Musikfernsehen!
Juni 15th, 2009 Posted 12:35
Vor kurzer Zeit hat Putpat.tv (ein Dienst aus Köln) seine Beta-Phase gestartet. Anmelden kann sich jeder unter putpat.tv – ich wurde bereits nach wenigen Stunden freigeschaltet. Die Idee hinter Putpat ist recht simpel und stößt bereits in der Beta-Phase (in der Bloggosphäre) auf sehr positive Resonanz.
Der Grund für diesen Erfolg ist unter anderem bei den reichweitenstarken Musikkanälen wie MTV und Viva zu sehen, die sich ja eher zu Unterhaltungssendern gewandelt haben. Klassische Musikvideos laufen dort heute nur noch sehr selten. Die Sender investieren zwar viel Geld in Ihre Web-Portale – Musikvideos sucht man aber auch dort vergebens.
Wer heute einen bestimmten Musik-Clip sehen möchte sucht wohl eher bei YouTube.
Putpat hat dieses Problem erkannt und möchte Putpat.tv als neuen Web-TV-Sender platzieren.
Dabei ist zu anzumerken, dass Putpat nicht als Website sondern vielmehr als TV-Sender zu verstehen ist – einzelne Lieder lassen somit geziehlt nicht einstellen.
Putpat agiert nach dem Vorbild der frühen TV-Musik-Sender (MTV, Viva, Viva II, etc.) und sendet rund um die Uhr ausschließlich Musik-Clips (Putpat hostet und lizensiert alles selber) und verzichtet dabei vollständig auf all die überflüssigen und nervigen (Werbe-) Unterbrechnungen!
Personalisierbarkeit:
Das besondere am Dienst ist, dass der Stream personalisiert werden kann – und damit den persönlichen Musik-Geschmack gerecht wird.
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten Einfluss auf die Auswahl der Videos zu nehmen:
So wird der Nutzer direkt nach der Registrierung zur Eingabe einiger Lieblingsinterpreten oder seines Last.fm-Benutzernamens aufgefordert.
Ebenfalls existiert eine Bewertungsfunktion mit einer Skala von 1-100 die in die Kategorien “Mittelstrahl”, “Dröge”, “Geht So”, “Okay”, “Mittelfeld”, “Oberliga Nord”, “Steil”, “Hammer”, “Weltklasse” “Treppe zum Himmel” bis zum “Lieblingslied” unterscheidet.
Ähnlich wie bei Last.fm lassen sich auch Songs oder Interpreten ganz “bannen” und werden dann nicht mehr gespielt.
Darüber hinaus gibt es den sogn. “Veequalizer”, eine Art Mischpult für den eigenen Musikgeschmack:

Mit jedem Regler kann der Anteil eines Genres, eines Künstlers oder einer Stimmung am gesamten Videoprogramm zwischen null und hundert Prozent eingestellt werden – also beispielsweise 80 Prozent Electronica, 10 Prozent Pop und 10 Prozent Hip Hop.
Fazit:
Die Idee eines personalisierbaren Musik-Dienstes ist in den Web2.0-Zeiten nicht unbedingt revolutionär – dafür aber super gut umgesetzt und intuitiv zu bedienen!
Als ein generelles Problem sehe ich nach wie vor das Nutzungsszenario mit dem Rechner / Laptop, der sich nur bedingt für den “lean back” Konsum eignet.
Schön wäre es daher wenn man Putpat.tv auf dem heimischen TV-Gerät im Wohnzimmer ansehen kann. Dies ist aber natürlich kein Putpat-spezifisches Problem …
Zu Putpat bleibt eigentlich nur zu sagen: Es rockt!
Web Trend Map 2009
April 6th, 2009 Posted 15:24
Web Trend Map 4 Final Beta, ursprünglich hochgeladen von formforce
Schöne Abbildung der aktuellen Webtrends – sicher auch schön als Poster an der Wand
Tags: Amazon, Apple, internet, Neu, Tag hinzufügen, WWW
Posted in Foresight, Socical Web, Trend, Web2.0
Zwei Jahre Twittern – ein Zwischenfazit
März 30th, 2009 Posted 15:43
Ziemlich genau zwei Jahre ist´s nun her seit dem ich Twitter nutze. In dieser Zeit habe ich 3018 Tweets geschrieben, das sind im Durchschnitt 5,4 pro Tag. Sagt zumindest Tweetstat.com.
In meinem ersten Blogposting zum Thema Twitter war ich noch recht skeptisch:
“… .Ansonsten ist twitter wohl keine Killer-Applikation – aber dennoch sehr nett und überzeugt vor allem durch die einfachheit und dass man sich auf nur wenige (140) Zeichen beschränken muss.”
Das mit der Killer-App habe ich dann jedoch ziemlich schnell revidieren müssen
Warum nach zwei Jahren immer noch Twittern?
Der Reiz von Twitter liegt für mich zum einen nach wie vor im Joy-of-use. Device-unabhängig kurze Textnachrichten lesen und selber welche abschicken, that´s cool
Zum anderen hat Twitter einen festen Platz in meiner persönlichen Kommunikation eingenommen. Das verständnislose Frage aller, die Twitter noch nie benutzt haben ist ja meist: “Wen interessiert DAS denn jetzt?”.
Ich bin mir sicher, dass (abgesehen von wirklich langweiligen Tweets) aber genau das alltägliche so spannend ist. Die Leute wollen keinen intellektuellen Krams verschicken, sondern das was sie gerade machen, was sie interessiert oder bewegt.
Twittern ist für mich …
… ein schöner Zeitvertreib. Mit dem iPhone rumsitzen und mal eben Twitter aufrufen. Irgendwie hat das auch schon was zwanghaftes.
… ein super Kommunikations- und Verabredungs-Tool. Ich weiß so was Freunde und Bekannte von mir grade machen.
… auch mit dem man was verkaufen kann
… ein Trend-Scouting Tool
Was nervt …
… Twitter ist Mainstream und überall DAS Thema. Twitter ist aber sicher nicht die Lösung für alle Probleme. Wie auch paulinepauline schon fragte – wo ist der Geektalk hin? Ich will mehr Geektalk.
… “Freunde sammeln” ist ja anscheinend ein zentrales Element im Social Media, aber ich möchte einfach twittern – ohne mir Gedanken wie viele mir denn nun folgen und wie ich denn bloß mehr Verfolger (Twittercharts und so) herbekomme. Das nervt.
Zwischenfazit
Trotz aller sinnigen, lustigen und coolen Anwendungsbeispiele ist Twitter ein Hype (vgl. gartner hype cycle) und ich würd´ mal sagen, dass wir uns im “Gipfel der überzogenen Erwartungen” befinden.
Wikipedia beschreibt die Phase wie folgt:
“… überstürzen sich die Berichte und erzeugen oft übertriebenen Enthusiasmus und unrealistische Erwartungen. Es mag durchaus erfolgreiche Anwendungen der neuen Technologie geben, aber die meisten kämpfen mit Kinderkrankheiten …”
Ich denke auch nicht, dass Twitter der Kanal ist, der auch für alle Firmen relevant ist. Für einige vielleicht. Und für bestimmte Kampagnen möglichweise auch.
Spannend wird ob sich Twitter auch langfristig weiterhin bestehen kann, oder ob offene Standards wie “OpenMicroBlogging” sich durchsetzen können.
Eine Frau erklärt den Alltag – thisisindexed.com
Februar 4th, 2009 Posted 13:44
Ich habe in der NEON einen coolen Surftipp zu der Seite thisisindexed.com gelesen, den ich hier gerne kurz weitergeben möchte.
Es geht um einen Blog von Jessica Hagy, auf dem Sie jeden Tag eine neue Statistik zeigt (”PUBLISHED WEEKDAY MORNINGS as the COFFEE BREWS”).
Diese sind immer aus dem Leben gegriffen und auf Karteikarten gekritzelt – und mit einem billigen Scanner digitalisiert. Mehr braucht man nicht um viele Leser zu erreichen.
Es sind nicht unbedingt immer alle Zeichnungen super lustig – ziemlich viele sinds aber ![]()
So erklärt Sie beispielsweise das Zusammenspiel von einem “cell phone clip” und “stripper glitter on face”.
Google und das Cloud Computing
Januar 26th, 2009 Posted 14:14
Zunächst einmal bezeichnet der Begrif “Cloud Computing” ein Konzept – und kein konkretes Produkt. Passend zum Namen ist das ganze ziemlich nebelig … eine genaue Definition steht zumindest noch aus. Ist das ganze nun denn eigentlich neu und wirklich etwas besonderes?
Ich bin mir da nicht so ganz sicher.
Man kann “Cloud Computing” zunächst einmal so verstehen, dass IT zu einer flexiblen Leistung wird. Und zwar geht es hierbei um eine weltweit vernetzte Infrastruktur aus Rechen-Power und Speicherkapazität, die der User flexibel je nach Bedarf anmieten kann. So richtig spannend und neu ist das aber ja eigentlich nicht.
Man kann “Cloud Computing” aber auch so verstehen, dass in der Wolke nicht nur die Infrastruktur, sondern auch Applikationen und Services zur Verfügung gestellt werden. Dies beschreibt auch den Trend, dass – anstatt komplette Softwarepakete zu kaufen und diese auf dem Rechner lokal zu installieren – diese bedarfsgerecht angemietet werden können.
Eigentlich ist ja aber auch das nicht so wirklich neu – Google hat im Sinne des Web2.0 ja bereits mit den Google Apps wie „Google Kalender“ oder „Google Text“ bereits Online nutzbare bzw. mietbare Apps vorgestellt.
Dazu passt auch eine Studie von IDC, dass nur 16 Prozent der Software, die Unternehmen kaufen, auch tatsächlich genutzt werden.
Außerdem ist es ja generell irgendwie komisch, dass zig Mio. von Instanzen einer einzigen Applikation auf eben so vielen Millionen lokalen Rechnern installiert werden müssen.
Die Schnittstelle, mit der der Nutzer auf die „Cloud“ zugreift, ist aktuell der Webbrowser.
Passend dazu hat Google ja auch den Browser Chrome vorgestellt, der genau auf dieses Szenario zugeschnitten ist und das als Plattform (oder auch als ein Betriebssystem!) für Web-Anwendungen ausgelegt ist.
Bisher sehe ich im “Cloud Computing” also erstmal nur einen Ansatz, der sich noch sehr viel weiter vorantreiben lässt.
So könnte ich mir in Zukunft vorstellen, dass die Cloud im Sinne von Google (ist Google selber die Cloud?) immer mehr zu einer Datenkrake wird. Diese ist dann von jedem Nutzer individuell konfigurierbar, sie sammelt unermüdlich Weltwissen – dieses ist dann über beliebige Schnittstellen verfügbar.
Tags: Google, Neu, Trend
Posted in Data Portability, Foresight, Semantic Web, Web2.0
Relaunch SPD.de – Zeichen der Zeit erkannt?
Januar 21st, 2009 Posted 17:12
In der Blogosphäre wurde der Anfang dieses Monats vollzogene Relaunch von SPD.de bereits eingehend diskutiert.
Ich glaube dennoch, dass das Thema “Government2.0″ (dummes Wort!) gerade im sogn. “Superwahljahr 2009″ (auch dumm!) super interessant ist und es sich eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema lohnt.
Bevor man sich den Relaunch des SPD-Portals näher anschaut kommt man eigentlich nicht umhin sich mit dem Internet-Wahlkampf von Obama zu beschäftigen.
Ich glaube es ist schwer zu sagen, wie stark das Web Obama zum Sieg in der US-Präsidentschafts-Wahl 2008 verholfen hat – und wie sehr andere Faktoren wie bspw. die Haltung zum Irak-Krieg. Sicher ist aber, dass Obama auch deswegen so erfolgreich war, weil er bzw. sein Team das Internet so geschickt und einem bisher unbekannten Ausmaßen in den Wahlkampf eingebunden hat.
Die extrem erfolgreiche Online-Strategie, die ebenfalls durch technische Innovationskraft aufgefallen ist, wirft verständlicher Weise die Frage auf, ob die Erfolgsfaktoren auf andere Kampagnen bzw. auch auf deutsche Parteien adaptiert werden können.
Generell sollte man wissen, dass Obama jedoch nicht “irgendwer” ist – wie man gestern auch wieder beim Massenansturm zu seiner Vereidigung gesehen hat.
Vielmehr wird Obama in diesem Sinne zutreffend eher als Popstar verehrt denn im deutschen Sinne als Politiker gesehen. Hinzu kommt, dass zu der Zeit des US-Wahlkampfes weitere fruchtbare Rahmenbedingungen vorgeherrscht haben und bspw. das Thema “Politik” auch bei gerade jungen Leuten viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde – was natürlich auch an dem murksigen Bush lag.
Hierbei sieht man schon, dass es nicht leicht ist und auch nicht das Ziel sein kann den Erfolg von Obama im WWW nun 1:1 zu kopieren.
Einige Erfolgsfaktoren lassen sich aber vielleicht trotzdem übertragen … so dachte zumindest die SPD bzw. die entsprechende Online-Agentur.
Neben dem überarbeiteten Webauftritt ist die SPD auch schon durch Thorsten Schäfer-Gümbel aufgefallen, der via Twitter (@tsghessen) seinen Followern Fragen beantwortet und sie an den Aktivitäten des Tages teilhaben lässt. Er konnte innerhalb eines Tages immerhin über 350 Follower verzeichnen konnte.
Ebenfalls twittert der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil (@hubertus_heil) schon seit geraumer Zeit und hat immerhin fast 1700 Follower. Das ist natürlich nichts gegen die fast 150.000 von Obama … aber der Vergleich ist natürlich auch total unsinnig
Was macht Obama so sehr anders als die SPD?
Generell hat Obama gezeigt, dass ein direkter und offener Dialog notwendig ist und sehr frühzeitig auf soziale Online-Netzwerke gesetzt. Die Netzwerkeffekte haben im Online-Wahlkampf einen riesigen Beitrag geleistet und Botschaften über Multiplikatoren an eine große Gruppe an Netzwerk-Mitgliedern transportiert.
Sehr wichtig war auch, dass die Online-Aktivitäten eng mit Aufgaben in der echten Welt verzahnt wurden. Obama hat verstanden, dass es letztlich darum geht, jemanden zum Spenden, zum Telefonieren, zum Briefeschreiben oder zur Teilnahme einer Party zu bewegen.
Er hat es letztlich geschafft Anhänger politisch zu aktivieren, um eigene Inhalte, Meinungen und Wünsche zu veröffentlichen und sich aktiv in den Wahlkampf einzubringen
Seine Anhänger hatten große Freiheiten mit der Community MyBO selbst Dinge zu erstellen und zu organisieren (durch ein Incentive-System wurden die Unterstützer bei Obama für Ihre Aktivitäten belohnt und erhielten sogn. “Activity Points”).
Zurück zur SPD: Anfang Januar 09 wurde SPD.de gerelauncht – und sieht im Vergleich mit der vorigen Website und auch bspw. mit CDU.de deutlich Web2.0lliger und freundlicher aus. Dies gelingt durch großformatige Bilder auf der Startseite, die jeweils einen Einstieg in die entsprechende Artikelseite darstellen.
Etwas konfus finde ich die Usability bzw. die Nutzerführung, da die Navigationspunkte neben der explorativen Bühne kleine Kreise mit einer Zahl beinhalten. Die Zahl gibt die Anzahl der Teaser-Artikel je Navigationspunkt in der Bühne an.
Die eigentliche Hauptnavigation muss zunächst aufgeklappt werden – ich bezweifel, dass Nutzer dies in jedem Fall verstehen.
Der neu gestaltete und omnipräsente Würfel sowie der Claim “Anpacken. Für unser Land.” machen sich aber ganz gut.
Neu sind auch die Links zu Flickr und YouTube, die anscheinend eine neue und dezentrale herangehensweise (Publizierung von Inhalten auf anderen Plattformen) unterstreichen.
Was ist überhaupt die Online-Strategie einer Party wie der SPD? Ich eine Online-Plattform kann neben der Darstellung des Grundsatzprogramms, einer (hofflungsvollerweise) schnellen Berichterstattung, Terminen, allgemeinen Infos usw. vor allem auch einen direkten Dialog mit dem Bürger eingehen.
Solche partizipativen Elemente sucht man jedoch auf SPD.de vergeblich – diese dialog-orientierten Features sind auf die SPD-Community meinespd.net ausgelagert.
Abschließend lässt sich sagen, dass ein Polit-Webauftritt nun allerdings nicht abhängig von der Anzahl der Web2.0-Features ist – wichtiger ist das Verständnis und die Auffassung dieser offenen Kommunikations-Methodik bei allen wichtigen SPD-Kommunikatoren.
Dies ist etwas was ich Obama – und den Amerikanern allgemein eher abnehme als bspw. der SPD. Die SPD wird sich hier noch beweisen müssen.
Tags: Government2.0, Obama, SPD, Web2.0
Posted in Socical Web, Usability, Web2.0


















