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Warum “Paper Prototyping” ?
November 8th, 2007 Posted 22:12
Auf dem letzten Barcamp in Berlin (meine Fotos @ Flickr) gab es eine Session von Tobias Jordans zum Thema “Paper Prototyping”.
Beispiel:

Zunächst: Paper Prototyping ist ganz sicher nichts neues. Und: Paper Prototyping kann für viele Arten der “Mensch-Computer-Schnittstelle” verwendet werden – bspw. Software, PDAs, Handys, Hardware und nicht nur für Websites.
Ich glaube / hoffe, dass die Nachteile des Wasserfallmodells mit seinen langen, aufeinander folgenden Phasen für Analyse, Design- Implementierung und Test mittlerweile bekannt sind. Bei einem agilen Vorgehen gilt dagegen der Leitsatz: „Je mehr Du nach Plan arbeitest, um so mehr bekommst Du das, was Du geplant hast, aber nicht das, was Du brauchst“ (von Kent Beck). In diesem Sinne macht auch das “Rapid Prototyping” Sinn, welches vor allem in der Software-Entwicklung eingesetzt wird. Dies ist eine Methode mit der versucht wird schnell zu ersten Ergebnissen und somit zu einem frühzeitigen Feedback bezüglich der Eignung eines Lösungsansatzes zu gelangen.
Paper Prototyping hat ähnliche Ziele und ist definiert dabei vor allem eine Möglichkeit ein Interface zu testen. Die Vorteile sind dabei:
- Der Konzeptionsprozess kann beschleunigt werden, da die Papierskizzen sehr schnell anzufertigen sind (auch das testen selber geht schnell)
- Ein Großteil der “Usability-Probleme” können so mit wenig Aufwand gefunden werden
- Arbeit mit Stift und Papier ist ggf. eine willkommene Abwechslung zur Software (möglicherweise auch intuitiver)
- Die Arbeit mit Papierskizzen zwingt den Konzepter zu einem abstrahiertem Denken und hilft so Use-Cases zu gewichten
Was kann Paper Prototyping nicht leisten?
- Es können nur einige Elemente getestet werden, ein Usability-Test / Labortest wird durch Paper Prototyping nicht ersetzt
Ich glaube einfach, dass der Einsatz von Paper Prototyping in vielen Fällen Sinn macht, da es vor allem eine einfache Methode ist mit der größere “Usability-Fehler” frühzeitig gefunden und damit einem frühen Prozessschritt verbessert werden können.
An dieser Stelle sollte auf das Buch “Getting Real” der amerikanischen Agentur 37signals verwiesen werden, welches kostenlos im Web gelesen werden kann (HTML-Version).
Eine weitere gute Quelle ist das “A How-To Training Video” von Nielsen. Das kostet allerdings etwa 70 US$ und kann hier bestellt werden: Link.
Posted in Agile Methoden, Usability




