Lars Blog

Web, Real Life & anderer Wahnsinn

Teil 1: Erfolgsmessung im Social Web: Geht das überhaupt?

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März 21st, 2010 Posted 17:30

Einleitung

Traditionelle Markenkommunikation

Die traditionelle Markenkommunikation kreist gerne um sich selbst und ihre Markenwerte. Aufgabe von Kampagnen ist es primär die Markenwerte so zu kommunizieren, das ein positiver Imageeffekt entsteht. Diese “alte” Denkweise basiert meist auf Kontrolle und möchte die Markengedanken ausschließlich selber und unidirektional kommunizieren.

Markenführung in Zeiten von Social Media

Während “normale” Surfer immer mehr Zeit in Social Networks wie etwa Facebook verbringt, erkennen auch Unternehmen das Potenzial, das Social Media ihnen bietet.

So sind mittlerweile 60% der 100 Top-Marken in Deutschland in Social-Media Kanälen vertreten oder experimentieren damit (laut einer Studie von Construktiv). Vor allem Facebook hat sich auch für Unternehmen zu einer relevanten Marketingplattform entwickelt, die sich beispielsweise positiv auf den Kundendialog oder die Kundenbindung auswirken kann. Unternehmen müssen im Social Media nicht mehr durch lautes “Geschrei” übertönen, dass sie bzw. ihre Produkte eigentlich überflüssig sind.
Unternehmen sollten daher unbedingt verstehen welche Bedeutung die Begriffe Beziehung und Relevanz haben. Es geht darum langfristig Vertrauen und vor allem Beziehungen aufzubauen.

Ein Umdenken ist vor allem hinsichtlich der Markenkommunikation notwendig. Denn: Was nicht relevant ist, wird langfristig “sterben”. Dinge wie E-Mail- oder Newsletter-Marketing entsprechen eher dem traditionellen Markengedanken. Das Internet stärkt jedoch die Position der User bzw. Konsumenten. Und dieser kann selber entscheiden was ihn interessiert – und was eben nicht.

Ein kurzfristiges Kampagnenmodell existiert nicht. Hierbei ist der Einsatz der POST-Methode ein sehr sinnvolles Vorgehen.

Aufgrund des großen Zeit- und Ressourceneinsatzes, die für die Betreuung von Social-Media-Aktivitäten notwendig ist, gehen aktuell Berater, Agenturen und natürlich auch die Unternehmen selber der Frage nach dem Erfolg ihrer Bemühungen nach.

Warum ist eine Page Impression im Social-Media uninteressant?

Ich bin der Meinung, dass eine Erfolgsmessung unabdingbar wichtig ist. Nur wie? Klar ist hierbei vor allem erstmal eines: Die etablierten Online-Messgrößen erfassen nicht das, was Social Media vom alten Markengedanken unterscheidet. Denn: Social-Media gibt greifbaren bzw. sichtbaren Menschen eine greifbare und direkte Stimme. Es geht um Beziehungen und um Kommunikation. Und die menschliche Kommunikation ist eine komplexe Angelegenheit.

Standardmeßgrößen wie eine PI (Abruf einer Einzelseite) helfen uns hier also nicht wirklich weiter. Auch Reichweite ist im Social Media nur bedingt hilfreich. Natürlich ist es gut zu wissen wie viele Fans meine Fan-Page auf Facebook hat. Aber: Wer seine kleine, feine Zielgruppe mit beispielsweise 500 Leuten erreicht ist doch erfolgreich? Auch wenn das über die Kanäle im Social Media nicht alle User mitbekommen (was ja ganz gut so ist).
Und noch etwas: Nur die wenigsten Sozial-Media-Aktivitäten werden einen kurzfristigen Erfolg im Sinne eines ROI erzielen.

Es gibt keine allgemein gültigen Kennzahlen für Social Media!

Bevor man sich überlegt wann man erfolgreich ist, sollte man zuvor über die Ziele im klaren sein (das ist nix neues, dennoch kann man das nicht oft genug sagen)! Denn nur wenn klar ist, was man beabsichtigt, kann man auch wissen ob man erfolgreich ist.

Wovon diese Ziele abhängen und wie eine Erfolgsmessung im Social Web funktionieren kann, zeige ich im 2. Teil :)

Bücher und Zeitungen auf dem iPad – ein neues Geschäftsmodell für die Print-Verlage?

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März 3rd, 2010 Posted 18:04

Steve Jobs hat vor einigen Wochen das iPad vorgestellt. Viele kritisieren seitdem, dass es sich bei dem Gerät lediglich um ein vergrößertes iPhone handelt – nicht aber um die erwartete Innovation.
Ich muss zugeben, dass auch ich nach der Vorstellung ziemlich enttäuscht war. Sowohl die Hardware als auch das vorgestellte Interface unterscheiden sich nicht deutlich vom iPhone. Der große Aha-Effekt blieb zumindest aus. Ob ein echter Bedarf für diese neue Gerätekategorie besteht ist IMHO fraglich.

Ich glaube dennoch, dass das iPad ein Erfolg werden kann. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründe. Die “Coolness” und der “haben-will” Faktor von Apple tragen sicherlich ihr übriges dazu bei.

Ein weiterer Erfolgsfaktor können aber auch die eBooks sein. So ist der im Vergleich zum iPhone vergrößerte Screen ein wichtiger Aspekt, um andere Sachen als mit dem iPhone anstellen zu können. Beispielsweise Bücher oder Zeitschriften lesen.

Der Markt entdeckt diesen Einsatzzweck gerade für sich und versucht bereits Begehrlichkeiten bei potentiellen Anwendern zu schaffen. Interessant ist die Frage ob eBooks auf dem iPad wirklich funktionieren. Beim Kindle ist der Erfolg und die Euphorie ja nicht so wahnsinnig hoch. Warum sollte es beim iPad also besser klappen?
Das eBook-Format vom Kindle kann übrigens vom iPad nicht gelesen / verwendet werden.

Zeitungsverleger und auch Buch-Verlage machen sich vor allem aufgrund der Multimedia-Features Hoffnung, das iPad (bzw. die Apps) als neues Geschäftsmodell zu etablieren.

Klar ist, dass Bücher nicht als 1:1 auf das iPad zu übertragen sind, um neue Begehrlichkeiten zu schaffen. So werden wohl viele der Bücher nicht als eBooks daherkommen sonder vielmehr Apps sein.

Ich hab mir grad mal überlegt was die Nutzungsmotivation von Usern ist, eBooks auf dem iPad zu konsumieren. Mir ist dabei auf die schnelle folgendes eingefallen:

Magazine und Zeitungen

  • Der Content ist aktuell (sicher ein Killer-Feature). Wie oft habe ich schon den Spiegel gekauft und ich kannte bereits 2/3 der Inhalte …
  • Personalisierung (nur das lesen, was einen auch interessiert)
  • Einbettung von Bewegtbild
  • Lokal relevanter Content (durch GPS). Dies ist bei Reisemagazinen, Veranstaltungstipps etc. sinnvoll

Bücher

  • Chat mit anderen Nutzern oder dem Autor
  • Interaktive Lernbücher (Nutzer kann “mitmachen” und erhält ein direktes Feedback bei den Antworten)

Was fällt euch noch so ein?

Sowohl bei Zeitungen als auch bei Büchern kann man Lesezeichen verwenden oder die Schriftart ändern. Bei Zeitungen kann man dann bestimmt auch zwischen einem 2- und 3-zeiligem Layout o.ä. wählen.
Ich denke, dass sich viele Verleger auf das iPad stürzen werden. Hier haben sie eine geschlossene und multimediale Abspielplattform, mit der sie Geld für ihre Inhalte einnehmen können. So sind beispielsweise auch Zahlungen pro Ausgabe, Abo oder Rubrik denkbar. Etwas, was im Web ja nur sehr bedingt funktioniert.
Spannend ist dann aber auch zu sehen wie viel diese neuen Angebote dem Kunden wert sind.

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Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren

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Januar 26th, 2010 Posted 10:51

Das Zitat aus der Headline ist von Benjamin Franklin und damit bereits viele Jahre alt. Dennoch ist es derzeit leider wieder sehr aktuell.
Andere haben zu diesem Themengebiet bereits viel geschrieben, besser formuliert sowie fundierter berichtet, als ich es hier je könnte. Dennoch sind die Informationsfreiheit und der Datenschutz ein so wichtiges Thema, dass auch ich hier ein paar Sätze dazu schreiben möchte. Außerdem ist …

  • … dies etwas, was man nicht oft ansprechen und damit evtl. noch Leute erreichen kann, die sich bisher noch nicht mit der Thematik auseinander gesetzt haben
  • … dies definitiv kein Thema von irgendwelchen Nerds oder Geeks – es geht alle Bundesbürger an!

Letztes Jahr hatten wir unter anderem die Debatte um den “Bundestrojaners” oder die Einführung einer Zensurinfrastruktur im Internet von der Zensursula.
Heute geht es weiter. Mit dem Nacktscanner. Und mit ELENA. Und mit vielen weiteren gefährlichen Sachen. Ich denke, dass man sicherlich gut über jede einzelne Maßnahme diskutieren kann (und sicher auch muss). Einige sind auch nicht grundlegend falsch, aber in der Summe führen sie zu immer größeren Eingriffen in die persönlichen Freiheit!
Denn ist erst einmal ein neues Datenbanksystem zur Datensammlung bzw. Vorratsdatenspeicherung errichtet, so …

  • … schaltet das niemand so schnell wieder ab
  • … werden die gesammelten Daten für andere Sachen verwendet und freigegeben als inital angegeben

Antiterrorwahn

Was mich stört ist, dass die Politik nicht nach Lösungen sucht – sondern nur noch auf bestimmte Ereignisse reagiert. Lösungen werden nicht mehr benötigt, wenn man Probleme einfach verbietet. Zensursula glaubt, dass die Bürger beim Einsatz gegen “Kinderschänder” die Internetsperren akzeptieren würden. Ähnlich verhält es sich auch beim “Kampf gegen Terrorismus”. In diesem Sinne ist alles erlaubt. Das dafür die persönlichen Freiheit auf der Strecke bleibt ist nebensächlich und erfolg doch schließlich im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus und Al Qaida.

Um Lösungen geht es auch bei der angeblichen Terrorgefahr nur untergeordnet. Die Terrorismusbekämpfung ist lediglich ein vorgeschobenes Problem und ist dafür geeignet von den wirklichen Problemen (bspw. im eigenen Land) abzulenken. In den USA konnte Bush mit 9/11 endlich endlich eine Serie von Kriegen legitimieren. Sollte Deutschland tatsächlich in Terrorgefahr sein – so wäre dann doch auch die Bundesregierung dran beteiligt: Aufgrund von Bundeswehr-Auslandseinsätzen oder den Umbau der deutschen Streitkräfte in eine Interventionsarmee.

Nacktscanner

… nach dem Vorfall in Detroit entsteht wieder hektischer Aktionismus. Nacktscanner (bzw. etwas neutraler auch Körperscanner genannt) sollen vor dem Versagen ablenken und eine Sicherheit vortäuschen, die es gar nicht geben kann.
So wird es immer Verrückte geben, die beispielsweise Explosivmittel schlucken oder sonst wie in sich bringen und evtl. per Fernbedienung zünden. Oder die potentiellen Terroristen reisen mit Diplomatenpass. In solchen Fällen ist der Nacktscanner vollkommen nutzlos.

Befürworter sagen nun vielleicht “… ok mit dem Körperscanner gibt es keine 100%ige Sicherheit, aber es ist doch immer noch sicherer als die bisherigen Kontrollen …“.
Das mag evtl. richtig sein, hilft aber dennoch nicht über die Tatsache hinweg, dass hier eine Maßnahme geschaffen wird, die tief in die Privatsphäre eingreift und dabei keinen oder nur einen sehr geringen Zugewinn an Sicherheit ermöglicht. Außerdem müssten die Scanner – sofern sie überhaupt auch irgendwie Sinn machen sollten – dann gleichzeitig weltweit auf allen internationalen Flughäfen eingesetzt werden.
Außerdem nehme ich an, dass der ganze Kram auch unglaublich teuer ist. Das ganze Geld, das in Sicherheitstechnik investiert wird, wäre in Schulen und gute Ausbildungen in den entsprechenden Ländern wohl sinnvoller investiert. Verrückte wird es immer geben, wenn man aber in einer Gesellschaft insgesamt positive Zukunftsaussichten schafft (was zugegebenermaßen sehr schwer ist), dann macht dies das eigene Land sicherer als es die Nacktscanner jemals könnten.

ELENA

Angebliches Ziel: Entbürokratisierung.
In Wirklichkeit: Vorratsdatenspeicherung mit höchstsensiblen Daten wie Kündigungsgründen oder Abmahnungen.
Angesichts des erheblichen Aufwandes, den Arbeitgeber betreiben müssten, um die notwendige Datenbank aufzubauen ist auch eine Kostenersparnis sehr unwahrscheinlich.

Petition gegen ELENA: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8926

Wo sind eigentlich die Verteidiger der freiheitlichen, demokratischen Grundordnung in Union und FDP?
Da ich dort noch niemanden sinnvolle Sachen zu diesem Thema hab sagen hören ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich hier engagieren. Beispielsweise der CCC. Oder die Piratenpartei.

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Filmkritik: “Avatar”

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Dezember 31st, 2009 Posted 15:47

Ich habe mir Avatar angesehen. In 3D. Den größten, den teuersten und den aufregendsten Film aller Zeiten.
Nunja … groß und teuer zumindest. Aufregend ist aber anders.

Aber der Reihe nach. Eine Filmkritik abzugeben ist für Avatar gar so nicht ganz einfach. Viele – so wie auch ich – haben den Film sicher wegen der seit 10 Jahren andauernden (Be)werbung von James Cameron gesehen. Man hat irgendwie das Gefühl, dass man den Film gesehen haben muss, da man ansonsten eine sinnästhetische Revolution des Kinos verpasst.

In der Tat sind die visuellen Eindrücke ziemlich spektakulär und bestechen durch die sehr schöne 3Dimensionalität – definitiv der große USP des Films. Es gab ja in den letzten Jahren schon viele Filme in 3D. Diese Qualität habe ich allerdings noch bei keinem anderen gesehen.
Der 3D-Effekt wurde vor allem auch durch eine schöne Tiefenunschärfe erzeugt. So wurden beispielsweise Fliegen im Vordergrund so verschwommen abgebildet, wie das menschliche Auge sie auch in der Realität wahrnehmen würde. Eine Immersion wird durch die 3D-Technik maßgeblich unterstützt, man fühlt sich stärker in die Welt hineinversetzt als es ohne die dritte Dimension möglich wäre.

Guckt man allerdings auf andere Aspekte des Films, die sich nicht mit der Technik beschäftigen, kommt das große Aber:

Warum muss ein Film, an dem so lange gearbeitet wurde so blödsinnig sein? Dabei ist die grundlegende Storyline selber gar nicht mal so schlecht. Es geht um ein Naturvolk mit dem Namen Na’vi, auf dessen Planet Bodenschätze sind, die die Menschen haben wollen. Der Protagonist schlüpft dann in einen sogenannten Avatar mit dem Aussehen der Na’vi und soll diese ausspionieren. Dabei verliebt er sich und rettet am Schluss natürlich das Naturvolk vor dem Untergang. Soweit ganz ok und zeitlos.

Die Frage ist nur WIE das ganze umgesetzt wurde. Dabei jagt leider ein Blödsinn den nächsten…

So werden die Charaktere (bis auf Sigourney Weaver) extrem platt und überzeichnet dargestellt. Der böse General sieht aus wie Duke Nukem und handelt auch so. Die Figur würde besser zu einer Comic-Verfilmung passen.

duke-nukem-trailer-coming

Auch sonst ist die Botschaft des Films mehr als platt: Eingeborene für Bodenschätze umhauen und Natur zerstören ist irgendwie nicht so toll. Bei der Rettung ihrer Welt agieret das Naturvolk blöd wie Brot. Warum muss denn erst ein Mensch kommen um Sie zu retten?

Und was soll eigentlich der ganze Kitsch und diese ekelige esoterische Musik? Warum muss die Welt pausenlos lila leuchten und blinken? Auch ist die Welt der Na’vi einfach zu perfekt und damit vollkommen unrealistisch. Die Realität hat immer Fehler und Anzeichen von Zerfall.

So wirkt trotz der hochwertigen Optik die Darstellung der Welt und der Charaktere streckenweise sehr künstlich. Cameron hat sich anscheinend bemüht alles realistisch aussehen zu lassen – doch wirklich geglückt ist ihm das nicht. Vielleicht liegt das aber wohl an dem heutigen Stand der Technik, die noch 10 weitere Jahre braucht? So wirken Fluggeräte oder Drachen teilweise eher wie aus einem Computerspiel und eben nicht wie “selbstgefilmt”.

Außerdem: Warum müssen die Na’vi eigentlich fast wie Menschen aussehen? Die sind doch 100% CGI. Warum also humaniode mit hölzern wirkender Minik?

Zugute halten muss man dem Film die letzten 30 Minuten. Die sind schönste Action und bieten einige wirklich spektakuläre Szenen die Spass machen.

Fazit:

Trotz der schönen Bilder ist Avatar kein Film den man unbedingt gesehen haben muss. Die Umsetzung wirkt zusammengestückelt aus einem schlechten Indianerfilm und einer billigen Romanze und ist Mainstream-Geplänkel damit auch der dümmste Zuschauer mitkommt.

Vielleicht wird die Camerons entwickelte Technik ja bald einen wirklich großen Film hervorbringen. Dieser ist es zumindest nicht.

6 / 10 Punkte.

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Platten des Jahres 2009

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November 11th, 2009 Posted 19:02

Das Jahr ist zwar noch nicht ganz vorbei – dennoch werden wohl bis zum Jahresende keine großartigen Neuvorstellungen mehr rauskommen. Zeit also zurück zu blicken – und hier meine persönlichen musikalischen Highlights vorzustellen.

Für mich ein Highlight ist ganz klar “Junior” von Röyksopp. Tolle tanzbare, elektronische Musik und ein ganz wunderbares Album.

Die weiteren Sachen findet ihr kommentarlos untenstehend. Alles super Sachen wie ich finde :) Wer´s nicht kennt, der kann gerne mal nen Blick oder Ohr riskieren:

Röyksopp – Junior

Franz Ferdinand – Tonight

Muse – The Resistance

Dear Reader – Replace Why With Funny

The Whitest Boy Alive – Rules

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Gowalla: Location-Based Gaming

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November 8th, 2009 Posted 15:51

Immer mehr Handys verfügen über GPS und können so den eigenen Aufenthaltsort bestimmen. Diese Daten können dann von Apps genutzt werden um  ortsbasierte Services zur Verfügung zu stellen.

Diese Dienste nennen sich ganz allgemein “Location-Based Services”. Bekannte Vertreter sind bspw. Google Latitude oder Brightkite.

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die recht neue Plattform Gowalla, die sich als “Location-Based Gaming Plattform” versteht. Auch hier geht es also um einen ortsbasierten Dienst, bei dem allerdings ein eher spielerischer Aspekt integriert wurde.
Zu Gowalla gehört sowohl eine iPhone-App und auch als die Website www.gowalla.com.

Worum geht´s bei Gowalla?

Die Gowalla FAQ meint dazu:

Gowalla is a location-based travel game that rewards you for visiting both extraordinary and everyday places with your iPhone.”

Ist man mit dem iPhone also an einem “neuen” Ort (also bspw. einem Restaurant), welcher bisher noch nicht über Gowalla erfasst wurde, so kann man diesen nun neu eintragen (”claimen”).

claimen
Danach hat man die Möglichkeit dort “einzuchecken” sowie Dinge aus seiner virtuellen Tasche dort abzulegen.
Man kann ebenfalls einsehen, wer bereits an diesem (Real World) Ort war, wann und wie oft. Waren andere Nutzer dort und haben einen Gegenstand abgelegt, so kann man diesen nun mitnehmen.

Anreizsystem Passport

Als Anreiz und Motivationssystem wurden im virtuellen “Passport” Pins, Stempel als auch Items eingeführt.

Stempel erhält man, wenn man in Real-World Locations eincheckt und dienen als visuelles Pendant des Ortes. Pins verdient man, wenn man eine Route von Standorten (”Trip”) abklappert (dies funktioniert derzeit nur in den USA).

Wirklich cool ist die Idee mit den Items, also den Gegenständen in der “virtuellen Tasche”. Um neue Items zu bekommen entsteht bei mir die Motivation, möglichst viele Standorte zu besuchen. Zwangsläufig entdeckt man dabei neue Locations, wie etwa Bars, Restaurants oder Ausflugsziele.

Item_1
Zumindest theoretisch kann ein Item durch alle meine Orte wandern – oder sogar um die ganze Welt.

Dinge, die man nicht mehr hergeben möchte kann man den Safe (“Vault”) legen. Das klappt bei mir zwar nicht, soll aber laut FAQ funktionieren. Geplant ist dann auch der Tausch von Ions mit Freunden.

Netzwerkeffekt:

Ein Problem ist sicherlich, dass Gowalla nur dann wirklich funktioniert, wenn ausreichend Personen mitmachen. Das mag in Berlin, Köln oder Hamburg bereits teilweise funktionieren. Auf dem Land oder in kleineren Städten aber sicher noch nicht.

Außerdem finde ich es etwas fragwürdig, dass man über den Dienst jederzeit sehen kann wo ich derzeit gerade bin. Dies ist zwar dadurch eingeschränkt, dass nur meine Freunde meinen Aufenthaltsort einsehen können. Ich denke man sollte daher aber schon aufpassen wen man als Freund zulässt :)

Partizipation der Unternehmen:

Spannend wird´s wenn Unternehmen in Gowalla aktiv werden (ist derzeit soweit ich weiß noch nicht der Fall). So könnten diese bspw. eigene und gebrandet Items publizieren und in Umlauf bringen.
Und noch viel spannender: Die Unternehmen können ja prinzipiell sehen WER WO WANN das lokale Geschäft betritt.

Spots

Kunden, die öfter da sind können mit Freigetränken oder freiem Eintritt o.ä. inventiviert und so weiter an das Unternehmen gebunden werden.

Fazit:

Die Idee von Gowalla ist super!
Gowalla bietet zum alleinigen “wer ist gerade wo” Informationen darüber, welche Standorte häufig bzw. von den eigenen Freunden besucht wurden.

Allerdings, so finde ich, ist die Umsetzung noch ausbaufähig. Man darf aber davon ausgehen, dass die Jungs von Gowalla hier weitere gute Ideen integrieren werden.

Filmkritik: “Verblendung”

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Oktober 15th, 2009 Posted 14:22

Viele gute Krimis kommen aus den Skandinavien. Dies hat vielleicht damit zu tun, dass die Winter lang sind und die Autoren viel Zeit zum schreiben haben. Vielleicht auch damit, dass die Kälte im Norden so unerbittlich ist und Gedanken auch über menschliche Kälte nicht mehr so fern sind.
Vielleicht ist aber auch der Kontrast so schön zu beschreiben … wo friedlich Elche in den Wäldern nach Nahrung suchen, Pärchen im Sommerhaus ein Wochenende am See verbringt – hinter diese Fassade lauert häufig das Grauen.

Bekannte Autoren sind sicherlich Henning Mankell und Liza Marklund aus Schweden oder Leif Davidsen aus Dänemark.

Ein weiterer – aktuell sehr gehypter Autor – aus Schweden ist Stieg Larsson. Larsson ist allerdings leider schon 2004 gestorben – zu diesem Zeitpunkt konnte er erst drei von zehn geplanten Büchern über den Ermittler bzw. Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist fertigstellen. Das erste der Bücher aus dieser Reihe nennt sich “Verblendung” und war 2008 das bestverkaufte Buch der EU.

Eine Verfilmung der Bücher ist daher nicht wirklich überraschend – zumal sich die Bücher sehr gut für eine filmische Umsetzung eignen. “Verblendung” ist ein solider Krimi, nicht sonderlich originell, aber mit einer Geschichte, die ihren Reiz aus dem eher ungewöhnlichen Ermittlerduo bezieht.

Der Hauptstrang der Geschichte dreht sich um das rätselhafte Verschwinden des Mädchens “Harriet”. Den schwedischen Großindustriellen Henrik Vanger quält seit 40 Jahren das bisher ungeklärte Schicksal seiner Lieblingsnichte und beauftragt den Journalisten Mikael Blomkvist einen allerletzen Versuch zu unternehmen das Rätsel doch noch zu lösen – was ihm selbstverständlich auch gelingt.
Dabei arbeitet und wohnt er auf einer einsamen, tief verschneiten schwedischen Insel und erhält im Laufe der Untersuchung unerwartete Unterstützung von Lisbeth Salander – einer skurrilen, 24jährigen Ermittlerin.

Die wörtliche Übersetzung des Buches ist “Männer, die Frauen hassen” … der Titel passt besser als “Verblendung”, da das Verschwinden von Harriet in einem direktem Zusammenhang mit verschiedenen Frauenmorden gebracht wird. Im Umfeld der Protagonisten stoßen diese im Laufe des Ermittlungen auf menschliche Abgründe und einige recht drastisch dargestellte Szenen, wobei die Hintergründe hierfür allerdings nicht oder nur sehr oberflächlich dargestellt werden.

Trailer:

Der Film versucht die Handlung des Buches weitgehend zu adaptieren – lässt aber aus Zeitgründen einige Handlungsstränge komplett weg. Die im Buch weitläufigen Familiengeschichten sind bspw. nur sehr rudimentär bewahrt.

Im Buch – und auch im Film – avanciert die recht bizarre Lisbeth Salander mit dem Fortgang der Handlung immer mehr zur heimlichen Hauptfigur.

Im Film ist Lisbeth mit Noomi Rapace gut besetzt. Leider bleibt im Film bei Lisbeth Salander vieles offen, manches wirkt arg überzeichnet.
Die Figur im Gegensatz zum Buch eher unglaubwürdig dargestellt. Das hat weniger mit der schauspielerischen Leistung von Rapace zu tun – vielmehr mit ihrer plötzlichen Wandlung als sie ausnahmsweise mal freundlich behandelt wird.

Positiv:

  • Guter Cast
  • Schweden bietet ein gutes und unverbrauchtes Setting: Der Film wirkt passend düster, grau und trübe – ein schöner Gegensatz zu den langweiligen Hochglanz Hollywood-Produktionen

Negativ:

  • Der Bösewicht ist nicht wirklich charismatisch und nicht wie ein gefährlicher Gegenspieler
  • Lisbeths Charakter ist unglaubwürdig dargestellt
  • Lisbeth soll DIE „Hackerin“ in Schweden sein und greift dann pausenlos in Sekundenschnelle auf wildfremde Rechner zu. Das stört vor allem deswegen weil bei anderen Elementen der Geschichte Wert auf eine möglichst realisitische Darstellung gelegt wurde

Fazit:

“Verblendung” ist ein angenehm düsterer Thriller, der mit Schweden ein unverbrauchtes Setting mitbringt. Interessant ist im Film (wie im Buch) die Beziehung des ungleichen Ermittlerduos, wobei Lisbeth teilweise ziemlich unglaubwürdig daherkommt.

7 / 10 Punkte

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Südwesten USA: Ein bebilderter Reisebericht

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Oktober 7th, 2009 Posted 15:52

Nachdem ich vor ziemlich genau 2 Jahren die Ostküste der USA (NYC, Boston, New England, etc.) bereist habe, war ich in diesem Spätsommer mit meiner Freundin an der US amerikanischen Westküste:
Mit einem Mietwagen sind wir in San Francisco gestartet … und hatten drei Wochen Zeit diesen wieder in Las Vegas abzugeben (was auch unser Abflug-Ort war).
Um eine möglichst spontan die Reiseroute planen / ändern zu können hatten wir die Hotels bewusst nicht im voraus gebucht, lediglich die Hotels am Start- sowie dem Ziel-Ort hatten wir über das Internet vorgebucht (unbedingt empfehlenswert).

Die Reise war insgesamt wirklich super schön, ziemlich teuer und erlebnisreich. Wir …

  • … sind dabei insgesamt ca. 3300 miles (ca. 5300 km) gefahren
  • … haben vier Staaten (Kalifornien, Arizona, Nevada und Utah) bereist oder sind zumindest teilweise durchgefahren
  • … haben mehr als 1800 Fotos (ca. 10 GB) gemacht

Unsere Reiseroute ist etwas von der zuvor geplanten (siehe Blogpost) abgewichen. Hier der ziemlich exakt von uns gefahrene Weg:


Urlaubsroute “USA West” 2009 auf einer größeren Karte anzeigen

Was war toll:

Toll ist die unglaubliche (landschaftliche) Abwechslung und Vielfalt im Westen der USA. So ist die Küste häufig nebelverhangen und zeigt sich mit riesigen, dramatischen Felsenklippen. Das Wetter ist dort häufig rau und kühl.

Nur wenige (zumindest für amerikanische Maßstäbe) Kilometer weiter befindet sich bereits die Wüste mit extremen heißen und trockenen Klima und u.a. sehr tollen Felsformationen (Monument Valley, Valley of Fire, etc.).

Ok, es gibt im Westen der USA einige schöne und spannende Städte (allen voran San Francisco), dennoch fahren die meisten Touristen wohl weder wegen der Städte, der nicht vorhandenen jungen Historie oder aber dem Junk-Food Essen dorthin.
Wirklich sehenswert ist definitiv die Landschaft, die Natur und damit u.a. National-Parks.

Generell gibt es im Westen der USA unglaublich viel zu sehen. Wir waren die drei Wochen jeden Tag unterwegs und haben versucht möglichst viel “mitzunehmen” … ich denke ich könnte aber nochmals drei Wochen fast eine identische Route fahren und hätte keine Probleme dann nochmals fast komplett andere Sachen zu unternehmen.

Was war nicht so toll:

… nicht so toll ist, dass die National-Parks sehr unter den ungeheuren Besuchermassen leiden. So kommen derzeit etwa 4 Mio. Besucher in Yosemite, 1,5 nach Bryce, fast 3 Mio. nach Zion und 5 Mio. zum Grand Canyon, etc.
Trotz aller Verbotsschilder werden Tiere gefüttert (die häufig daran sterben), Pflanzen niedergetrampelt oder Felswände beschmiert. Eine Lösung hierfür wäre wohl nur die Eintrittspreise drastisch zu erhöhen oder generell die Besuchermassen zu reglementieren.

Nachfolgend habe ich eine Auswahl einiger Fotos unseren einzelnen Stationen zugeordnet. Weil ich schon gefragt wurde: Ich habe alle Fotos mit meiner Panasonic DMC-TZ5 (meine Digicam-Timeline) mit manuellen Einstellungen aufgenommen. Die Fotos finden sich auch in meiner MobileMe Gallery.

San Francisco:

Tolle Stadt! San Francisco war und ist (?) eine der bedeutendsten Hafenstädte an der Westküste und hat (wie vieles an der kalifornischen Küste) einen Namen mit spanischem Ursprung.
In der Bucht vor San Francisco liegt Alcatraz (haben wir uns natürlich auch angesehen) sowie weitere kleine Inseln wie Angel Island oder Treasure Island.
Bekannte und sehenswerte Hotspots sind natürlich die Golden Gate Bridge (konnte wir trotz mehrmaliger Versuche aufgrund des Nebels nicht wirklich sehen), die „kurvenreichste Straße der Welt“ (Lombard-Street) oder die historischen Häusern am Alamo Square (”Painted Ladies”).

Yosemite National Park

Yosemite liegt etwa 300 Kilometer östlich von San Francisco und ist wirklich traumhaft schön. Weltbekannt sind El Capitan (ein etwa 1000 Meter hoher Monolith) oder der sogn. Half Dome. Spektakuläre Ausblicke gibs vom Glacier Point in das Yosemite Valley (dort kann man bspw. Campen). Leider waren einige (sonst sehr spektakuläre) Wasserfälle jedoch fast völlig ausgetrocknet (ist gegen Ende des Sommers wohl normal).
Im Park befinden sich außerdem Haine mit Riesenmammutbäumen, der größte mit 200 Bäumen nennt sich Mariposa Grove.

Monterey

Monterey ist eine kleine Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern an der Küste, unterhalb von San Francisco.
Die Stadt diente als Hintergrund einiger Romane von John Steinbeck, bspw. Die Straße der Ölsardinen. Leider ist nur noch wenig von dem Charme der beschriebenen Fischerstadt erhalten geblieben – die Stadt ist immer noch nett anzusehen, aber mittlerweile (zu) sehr touristisch.
Das Highlight in Monterey ist wohl das Aquarium, riesig groß und bei unserem Besuch waren auch weiße Haie anwesend.

Highway #1

Wenn man die Küste weiter nach Süden fährt, dann sollte man als Tourist unbedingt den berühmten Highway #1 (California State Route) nehmen. Diese Straße ist sehr kurvenreich führt dafür aber direkt am Pazifik entlang und offenbart den einen oder anderen spektakulären Blick auf die (bei uns sehr nebelverhangene) Küste.

Santa Barbara

Santa Barbara ist wohl einer DER Anziehungspunkte für Touristen, gilt als Hauptstadt der „American Riviera“ und ist wohl eine der teuersten Wohngegenden in den USA. Die Stadt präsentiert sich dementsprechend sehr sauber, sehr schick, sehr teuer.
Für mich sehr überraschend ist Santa Barbara sehr spanisch bzw. mexikanisch – Gebäude sehen spanisch aus, fast alle Straßennamen sind auf spanisch, etc.

Grand Canyon

Der Grand Canyon liegt bereits in Arizona und ist eine ca. 450 Kilometer lange Schlucht an dessen Grund der Colorado River fließt. Beim Grand Canyon gibt es nur wenige Wanderwege, dafür aber fantastische Ausblicke in die Schlucht (die auf den Fotos nur halb so toll aussehen). Ein und dergleichen Ausblick kann aufgrund der Sonneneinstrahlung je nach Tages- und Jahres-Zeit völlig anders aussehen.

Sedona

… lebt mittlerweile wohl fast nur vom Tourismus, die aufgrund des tollen Panoramas mit den roten, gigantischen Sandsteinen in die Stadt kommen. Auch sehenswert ist die sehr moderne “Chapel of the Holy Cross”, eine um 1950 in einen Berg gebaute Kapelle.

Bryce Canyon

Der Bryce Canyon ist eigentlich gar kein Canyon sondern stellt ein natürliches Amphitheater dar. Für mich war Bryce der schönste National-Park, den wir auf der Reise angesehen haben. Die Felsformationen sehen wirklich super cool aus …

Antelope Canyon

Der Antelope Canyon ist ein sogn. Slot Canyon, also sehr steil (ca. 45 m) – dafür aber recht kurz (ca. 400 m).

Der Antelope Canyon gilt als Tipp für alle Fotografen (oder die sich dafür halten), da sich hier durch die Erosion im Sandstein tolle Formen gebildet haben durch die sich von oben scheinende Sonne sehr bunte Farbenspektren ergeben.
Auch ohne eine wirklich professionelle Cam habe ich ein paar ganz nette Aufnahmen hinbekommen.

Monument Valley

Das Monument Valley liegt innerhalb der Navajo-Nation-Reservation und vermittelt etwas Wild-West-Romantik. Diverse John Wayne wurden meines Wissens hier gedreht. Das Monument Valley bietet zwar weder tolle Wanderwege und man muss mit dem Auto (wir hatten einen hierfür unpassenden Van) eine sehr schlecht befahrbare Straße in Betracht nehmen, kann dafür aber tolle Aufnahmen von den Sandsteinformationen machen.

Hoover Dam & Las Vegas

Wir haben vier Nächte im “Paris Las Vegas” gewohnt. Wirklich schickes Hotel und sogar recht günstig. Da ich leider weder die Spielregeln der typischen Casino-Spiele wie Blackjack oder Craps verstehe, habe ich einige $ in der Slotmachine (”one-armed Bandit”) verspielt. Aber leider nicht wirklich was gewonnen :(

Zion National Park

Von Las Vegas aus haben wir einen Tagesausflug in den Zion National Park gemacht – nach Bryce Meinung meine Meinung nach einer der schönsten. Obwohl der Park mitten in der Wüste liegt, ist dieser (aufgrund Wasservorkommen) grün und dicht bewaldet.
Im Park präsentiert sich eine schluchtenreiche Landschaft mit unzähligen Wanderwegen. Sollte ich nochmals dorthin kommen, so möchte ich dann unbedingt den Wanderweg “Angel’s Landing” machen, bei man mit verankerten Ketten ein Felsmassiv hinausklettern muss.

Virtual-instrument widget “Nudge”

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September 10th, 2009 Posted 15:14

Grade zufällig (via Klaas) ein “virtual-instrument widget” entdeckt.
Das Musiktool ist von den Hobnox-Jungs und hat leider ein umständliches Interface – mit ein bisschen rumgeklicke erzeugt das Tool dennoch ziemlich schicke Sounds:

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FILMKRITIK: Moon

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August 30th, 2009 Posted 14:06

Ich bin großer Fan von SciFi-Filmen wie 2001, Solaris, Blade Runner oder Alien I.
Also SciFi-Filmen, die im Gegensatz zu den nervigen Jar Jar Binks-Albernheiten oder dem Computerspiel-Look wie den letzten StarWars-Filmen eher in einer Dystopie spielen und sich dementsprechend durch eine düstere Stimmung / Setting auszeichnen.

In genau diesem von mir geliebten “intelligent SciFi” Umfeld sollte auch der Film Moon spielen. Für mich also ein Pflichtfilm, der gestern beim Fantasy Filmfest in Köln im Kino lief (es ist noch nicht ganz klar ob Moon regulär in die deutschen Kinos kommen wird).

moon_poster

Zum Film ist einleitend zu sagen, dass dies das Regie-Debut von Duncan Jones ist – dies ist der Sohn von David Bowie (dessen richtiger Name ist David Robert Jones).
Das Budget für Moon war das mit ca. 5 Mio. US $ (laut Wikipedia) recht gering.
Zum Vergleich hatten allerdings auch andere SciFi-Klassiker ein kleines Budget. So hatte bspw. Alien I damals (1979) auch nur ca. 10 Mio. US$ zur Verfügung.

Moon-Trailer:

Website: http://www.sonypictures.com/classics/moon

Zum Inhalt

Der Film spielt in der Zukunft, in der die Energieprobleme der Erde gelöst sind. Und zwar liefert der Mond die auf der Erde benötigte Energie. Riesige vollautomatische Erntemaschinen sammeln Mondgestein, generieren daraus Energie, die dann zur Erde geschickt wird.
Diese Technik ist so stark automatisiert, dass lediglich ein einziger Mensch notwendig ist um Wartungsarbeiten durchzuführen und ab- und zu die Energiebehälter zur Erde zu schicken.
Um genau diesen Menschen – Sam Bell – handelt der Film, der sich für eine 3jährige Mission auf der Station verpflichtet hat.

*ACHTUNG SPOILER!!!*

Leider wird das “Geheimnis” des Films (zu) schnell klar: Und zwar ist Sam ein Klon. Seit vielen Jahren wird die Raumstation von Klonen betrieben, die künstliche Erinnerungen implantiert bekommen. Nach jeweils 3 Jahren gehen die Klone “kaputt” und der nächste Klon übernimmt. Sam findest dies im Film – auch durch die Mithilfe des Roboter GERTY – heraus. Ein Highlight des Films ist sicherlich neben dem tollen Schauspieler Sam Rockwell eben dieser Roboter GERTY, der wohl bewusst als Gegenstück zu HAL 9000 angelegt ist.

Die Story wird ausgedehnt und sehr nachvollziehbar erzählt. Es tuen sich jedoch einige Logik-Fragen auf:
- Wieso sterben die Klone eigentlich nach 3 Jahren?
- Wieso werden nicht gleich Roboter für die Tätigkeiten eingesetzt?

Laut Wikipedia ist “Moon” als Trilogie angelegt.

Jones is currently planning a follow up film, which will serve as an epilogue to Moon. “Sam has agreed to do a little cameo in the next film,” says Jones, who ultimately hopes to do three films in the Moon series.

Man darf also gespannt sein was in den nächsten noch so Teilen passiert – die Story muss sich dann auf jeden Fall noch um einiges aufgebohrt werden um für zwei weitere Teile zu genügen.

Fazit:

Moon ist ein schöner SciFi-Film mit viel Atmosphäre, der vom Setting an Alien I (10/10 Punkte) erinnert, gut von Sam Rockwell gespielt wird und ohne unnötige Action oder Albernheiten auskommt. Die Story ist wirklich gut, leider allerdings etwas dünn um für über 90min Film ausreichend Material zu liefern – das “Geheimnis” des Films wird dem Zuschauer leider ziemlich schnell präsentiert und der Film verliert danach etwas an Spannung.

Dennoch: Für alle die gute SciFi-Filme mögen, ist dies trotzdem ein Pflichtfilm.

Meine Bewertung: 8 / 10 Punkte

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